Rund 30'000 Mitglieder im Kanton

Drucken
Teilen

Bürgergemeinden Gegenwärtig ist die Zeit der Versammlungen der Bürgergemeinden. Jene waren vor der Änderung der Bundesverfassung im Jahr 1874 die wichtigsten Körperschaften hierzulande: Wer nicht aufgenommen war, hatte auch als Schweizer keine politischen Rechte in der Gemeinde und im Kanton.

Trotz der Bedeutungseinbusse haben sich die Bürgergemeinden gehalten. Den elf Bürgergemeinden gehören nach eigenen Angaben rund 24000 Stimmberechtigte an. Die Minderjährigen dazugerechnet, sei gar ein Viertel der Zuger Bevölkerung (etwas mehr als 120000 Personen) Mitglied in diesen Gemeinwesen.

Die Aufgaben der Bürgergemeinden sind vielfältig. So entscheiden sie zum Beispiel über Einbürgerungen von Schweizern und Ausländern auf Gemeindeebene. Darüber hinaus sind sie die zuständige Sozialgemeinde für an ihrem Heimatort wohnhafte Bürger. Sie bieten dieselben Unterstützungsleistungen wie die Einwohnergemeinden.

Unterstützung öffentlicher Anlässe

Die Möglichkeiten zusätzlicher Unterstützungen unterscheiden sich je nach Bürgergemeinde, in manchen wie in Zug werden beispielsweise Stipendien vergeben (siehe Hauptartikel). Ausserdem sind die Bürgergemeinden von Gesetzes wegen zur Förderung der Heimatverbundenheit verpflichtet. Hinter diesem weiten Begriff stecken im Kanton Zug konkrete Beispiele. So werden etwa das Morgartenschiessen, die Jazz Night oder das Rock the Docks Festival in Zug finanziell unterstützt.

Die Bürgergemeinden finanzieren sich aus den Beiträgen für die Einbürgerungen sowie aus Steuern und weiteren Einkünften, beispielsweise aus Mieten aus eigenen Liegenschaften. (bier)