RUSSISCHE TÖFFS: Im russischen Gespann spannen sie zusammen

Der Ural ist ein Gebirge. Der Dnepr ein Fluss. Beide Namen stehen auch für urchige Töffs. Paul und Karin Nideröst fahren nicht nur darauf ab...

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Paul und Karin Nideröst mit ihren russischen Motorrad. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Paul und Karin Nideröst mit ihren russischen Motorrad. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Im Dezember werden schlimme Schneestürme über Oberägeri fegen. «Vjuga» nennt der Russe solche Blizzards, die in Sibirien übers Land blasen und die man nur mit viel Wodka und einer dicken Pelzmütze überlebt. Am Ägerisee wird der eiskalte Wind nicht so laut aufheulen – er tönt eher wie ein sanftes Tuckern, hat drei Räder und trägt eine Camouflage-Tarnung. Die Rede ist vom neuen russischen Ural-Seitenwagen-Motorrad «Vjuga», welches das Ehepaar Nideröst in Oberägeri neben all den anderen Klassikern aus Russland in ihrer Werkstatt bald an den Mann bringen wollen. Paul und Karin Nideröst haben vor drei Jahren ihren Firmensitz an die Hauptstrasse verlegt, nachdem es ihnen in Neuägeri und Morgarten zu eng geworden war. Die beiden sind seit rund zehn Jahren Generalimporteur von Dnepr- und Ural-Maschinen in der Schweiz.

«Immer eine Attraktion»
Doch warum in der Welt verkauft jemand gerade russische beziehungsweise ukrainische Töffs? «Die Liebe zu den russischen Motorrädern ist aus einem Hobby entstanden», erzählt der 55-Jährige und wischt das Öl von seinen Fingern. «Ausserdem sind Dnepr und Ural die einzigen Hersteller in Europa, die noch serienmässig Motorräder mit Seitenwagen zu einem günstigen Preis bauen.»

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.