Säumige nehmen Busse in Kauf

Die Frist zur Einreichung der Steuererklärung lief schon vor Monaten ab. Trotzdem hat im Kanton Zug ein Viertel der Pflichtigen dies noch nicht erledigt. Den Sündern drohen hohe Geldstrafen.

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Über 17'700 Zuger haben die Steuererklärung noch nicht eingereicht. (Archivbild Neue ZZ)

Über 17'700 Zuger haben die Steuererklärung noch nicht eingereicht. (Archivbild Neue ZZ)

Bis zum 30. April musste man im Kanton Zug die ausgefüllte Steuererklärung bei der Gemeinde einreichen. Doch längst nicht alle der 71'000 Steuersubjekte – natürliche Personen (Ehepaare/Familien zählen als Steuersubjekt) – kamen dieser Aufforderung fristgerecht nach. Ein Teil verlangte mehr Zeit. Andere bleiben bis heute die ausgefüllte Steuererklärung schuldig.

«Rund ein Viertel aller natürlichen Personen haben ihre Steuererklärung bis heute noch nicht eingereicht», sagt Hugo Wyssen, Abteilungsleiter des kantonalen Steueramtes. «Wir fordern die säumigen Steuerpflichtigen in der Regel zwei Mal per Brief auf, die Unterlagen einzureichen», sagt Wyssen weiter. «Falls nach Ablauf der Mahnfristen noch immer keine Steuererklärung eingereicht wurde, nimmt die kantonale Steuerverwaltung eine Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen vor.»

Bussen bis 10'000 Franken

Dabei könne der säumige Steuerpflichtige zusätzlich noch gebüsst werden. Gemäss gesetzlichen Grundlagen sei eine Busse bis 1000 Franken, in schweren Fällen und bei Wiederholungstätern sogar bis 10'000 Franken möglich.

Im Vorjahr reichten rund 1,5 Prozent der Steuersubjekte keine Steuererklärung ein – das waren knapp 1100 Personen. Ein Teil davon wurde auch gebüsst.

Die Gründe, weshalb jemand eine Steuererklärung trotz mehrmaliger Mahnung nicht einreicht, sind laut Wyssen sehr unterschiedlich. «Mögliche Gründe sind eine schwere Krankheit, eine längere Auslandsabwesenheit. Aber auch Überforderung oder Nachlässigkeit kommen als Begründung für das Versäumnis vor.»

Ernst Meier

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