Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SAISONS 1998/99 BIS 2006/07: Die düsterste Epoche in der NLA

Der in den Vorjahren so erfolgreiche EVZ verschwindet bald in der Bedeutungslosigkeit. Der Verein selbst befördert den Niedergang durch einen aufwühlenden Bericht.
Am 3. November 2001 – einem Samstag – kommen gegen den EHC Chur noch 2711 Fans ins Hertistadion.

Am 3. November 2001 – einem Samstag – kommen gegen den EHC Chur noch 2711 Fans ins Hertistadion.

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Im Frühling 2001 ist der EVZ nur noch ein Schatten seiner erfolgreichen Vergangenheit (Meister 1998). Nach dem 0:4 im Viertelfinal gegen Kloten kommt es zum grossen Reinemachen. Der Verein hat eine externe Taskforce-Kommission zur Ursachenforschung eingesetzt. Diese präsentiert einen schonungslosen Bericht, der zur Folge hat, dass die als Stinkstiefel gebrandmarkten Meisterhelden Rötheli, Kessler und Sutter den Verein verlassen. Die Mannschaft erodiert, die Stimmung im Hertistadion ist tot. In den neun Saisons nach dem Meistertitel 1998 schafft es Zug nie wieder in den Final.

Mit Hang zur Spottlust kann man Folgendes behaupten: Der wichtigste EVZ-Spieler des vierten Vereinsjahrzehnts trägt nicht das Zuger Trikot, sondern das von Fribourg-Gottéron: Sandro Abplan­alp. Dieser Name wird für alle Zeiten für eine der glückhaftesten Begebenheiten aus Zuger Sicht stehen. Weil Fribourg den Stürmer des 1.-Liga-Partnerteams unberechtigterweise eingesetzt hat, erhält der EVZ im Frühling 2003 nachträglich Punkte für einen Forfait-Sieg – und entkommt nur deshalb dem letzten Platz und damit den Playouts.

Auch ehemalige Helden können nicht helfen

Die Jahre nach der Jahrtausendwende bedeuten auch die Zeit der Rückkehrer: Mit Philipp Neuenschwander übernimmt der damalige Rekordspieler den Posten des Sportchefs. Mit Livio Fazio und Daniel Giger spielen zwei vormalige Meisterspieler aus dem eigenen Nachwuchs wieder im Hertistadion, und mit Patrick Fischer skort der bis dato beste selbst ausgebildete Stürmer wieder in den eigenen Reihen. Und schliesslich steht der Meistertrainer Sean Simpson wieder hinter der Bande, im Schlepptau hat er die Spielerlegende Colin Muller als Assistenztrainer. Dennoch will sich keine verschworene Einheit zusammenfinden und nie mehr die ganz grosse Euphorie einstellen. Bitter ist das vor allem für eine ganze Reihe von verdienten und teilweise spektakulären Spielern, denen im Nebel der Ernüchterung nicht genug Ehrerbietung zuteil wird: Oleg Petrov, Barry Richter, Todd Elik, Niko Kapanen oder Patrick Oppliger. Aber es gibt eben auch Spieler wie Oliver Kamber, Ralph Bundi, James Black oder Vjieran Ivankovic.

Die erwähnte Abplanalp-Geschichte ist genauso bezeichnend für diese düstere Zeit wie die Tatsache, dass der EVZ das einzige Team ist, das gegen Rapperswil-Jona je eine NLA-Playoff-Serie verloren hat: 2006 unterliegt er im siebten Spiel auswärts im alten Lido. Ironischerweise gegen den Gegner also, gegen den er acht Jahre zuvor im Viertelfinal den Grundstein zum Meistertitel gelegt hat. Die Saison 2006/07 hingegen ist ein Vorbote für die künftige Auferstehung: Zug gewinnt dank der herausragenden Paolo Duca und Lars Weibel die Viertelfinalserie nach einem 0:3-Rückstand noch. Der Gegner? Rapperswil-Jona.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.