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SALESIANUM: Neubaupläne stossen auf Widerstand

In einer Woche befindet das Stadtparlament über den Bebauungsplan zum Salesianum. Bereits jetzt ist klar: Eine einfache Sache wird es auch im neuen Anlauf nicht.
Das historische Gebäudeensemble des Salesianums in Zug soll durch moderne Wohnbauten ergänzt werden. (Archivbild Werner Schelbert)

Das historische Gebäudeensemble des Salesianums in Zug soll durch moderne Wohnbauten ergänzt werden. (Archivbild Werner Schelbert)

Samantha Taylor

Es ist eine dieser Geschichten, welche die Stadt bereits seit einiger Zeit und immer wieder aufs Neue fordern: Die Rede ist vom Salesianum. Diskutiert wird darüber bereits seit 2008 (siehe Box). Neuster Stand der Dinge: Die Bauherrschaft und die Stadt haben ein neues Projekt ausgearbeitet. Nun sollen auf dem Gebiet im Süden der Stadt acht kompakte Wohnbauten mit insgesamt 56 Wohnungen entstehen. Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) hat den Bebauungsplan in erster Lesung im Februar beraten. Die kritischen Voten blieben dabei nicht aus. Das Projekt sei eine Bankrotterklärung, befand etwa CSP-Gemeinderat Ignaz Voser. Und auch aus anderen Kreisen regte sich während der anschliessenden öffentlichen Auflage Widerstand. So gingen bei der Stadt zwei Einwendungen – eine von der GLP und eine vom Heimatschutz – sowie ein Schreiben der Nachbarschaft gegen das Projekt ein. Der Stadtrat hat dazu bereits Stellung genommen und beantragt dem GGR, nicht darauf einzutreten.

Keine Entwicklung möglich

In rund einer Woche wird das Stadtparlament die Vorlage ein zweites Mal beraten. Vor wenigen Tagen sind dazu weitere Anträge eingegangen. Sie kommen von der CVP-Gemeinderätin Isabelle Reinhart. Sie fordert, was vor ihr schon die GLP, die Alternative-CSP, die Nachbarschaft und der Heimatschutz verlangten: Der Bebauungsplan soll zurückgewiesen und nicht bewilligt werden. Dies, da er die Vorgabe der Spezialzone nicht respektiere. «Die Vorgabe besagt, dass eine Entwicklung des Areals vom historischen Gebäude des Salesianums ausgehen soll. Das ist bei dem vorliegenden Projekt leider nicht der Fall», so Reinhart. Vielmehr treffe das Gegenteil zu.

Reinhart ist dabei der Meinung, dass dieses zweite Projekt quasi von der falschen Seite angegangen wurde. «Der Auftrag war, dass eine öffentliche Nutzung fürs Salesianum definiert wird. Dies, um dann ausgehend davon das umliegende Areal zu gestalten.» Was allerdings dereinst in das historische Gebäude einziehen wird, ist heute noch unklar. «Mir scheint es, dass man jetzt einfach mit dem Teil, der Geld generieren wird, sprich mit den Wohnungen, vorwärtsgemacht hat. Dieses Vorgehen ist zwar nachvollziehbar, ich kann es aber nicht unterstützen», so die CVP-Gemeinderätin weiter.

Auf Absage vorbereitet

Isabelle Reinhart ist durchaus bewusst, dass es ihr Anliegen im Rat nicht leicht haben wird. Zumal in erster Lesung zwei ähnliche Forderungen keine Mehrheit fanden. Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf: «Ich habe noch von niemandem gehört, der das Projekt richtig gut findet oder dem es gefällt.» Viele hätten inzwischen einfach genug von dieser langwierigen Geschichte und wollten die Sache vom Tisch haben. Reinhart gibt sich jedoch kämpferisch. Das Projekt habe mit dem Grundgedanken nicht mehr viel zu tun.

Und auch für den Fall, dass ihr Anliegen im Parlament kein Gehör findet, hat die CVP-Gemeinderätin vorgesorgt – mit Eventualanträgen. So fordert sie – im Falle eines Neins – unter anderem, dass nur sechs statt acht Bauten zugelassen werden sollten sowie die Sicht von einem Abschnitt der Hof­strasse auf das Salesianum frei zu halten sei.

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