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Zug: Salesianum wird verkauft, saniert und renoviert

Nur noch bis Ende Februar 2019 sind im historischen Salesianum in Zug Asylbewerber untergebracht. Der Kanton hat nämlich den Vertrag mit der Alfred Müller AG gekündigt, die ihrerseits das Salesianum an eine Familie veräussert.
Das historische Salesianum in Zug inklusive der St. Karl Borromäus Kapelle (links im Bild) werden an eine Familie verkauft. (Bild: Stefan Kaiser (5. Februar 2016))

Das historische Salesianum in Zug inklusive der St. Karl Borromäus Kapelle (links im Bild) werden an eine Familie verkauft. (Bild: Stefan Kaiser (5. Februar 2016))

Die Familie N. Nikolajsen hat mit der Alfred Müller AG in Baar eine Vereinbarung getroffen, um das Salesianum zu kaufen, zu sanieren und zu renovieren. Dies wurde gestern um 7 Uhr öffentlich gemacht.

Etwas mehr als drei Stunden später gab die Direktion des Innern (DI) bekannt, dass die Asylunterkunft im Salesianum an der Artherstrasse in Zug per Ende Februar 2019 geschlossen werde. Der Kanton Zug habe das Mietverhältnis mit der Alfred Müller AG, der Eigentümerin der Liegenschaft, gekündigt. Der Grund dafür seien die sinkenden Zuweisungen von Flüchtlingen durch den Bund.

«Ein Glücksfall»

«Es braucht noch gewisse Vorarbeiten, bis der Vertrag abgeschlossen werden kann», sagt Mélanie Ryser, Abteilungsleiterin Marketing und Kommunikation bei der Alfred Müller AG. «Aus unserer Sicht ist die Vereinbarung mit der Familie N. Nikolajsen sehr erfreulich und ein Glücksfall für das Salesianum.» Sie seien sehr froh, mit der Familie Nikolajsen eine Käuferin gefunden zu haben, die sich mit Herzblut für das Salesianum engagieren wolle und gewillt sei, die notwendigen, beträchtlichen Investitionen für dessen Erhalt zu tätigen, ergänzt Ryser. «Es freut uns auch, dass die Kapelle künftig zu einem Museum und einem Ort öffentlicher Veranstaltungen wird, und dass damit die besondere Geschichte des Ortes gewürdigt wird.»

Es ist geplant, das Salesianum als Wohnanlage zu nutzen. Davon ausgenommen ist die 1615 erbaute St.-Karl-Borromäus-Kapelle, die saniert und zu einem öffentlich zugänglichen Museum umgewandelt werden soll. Das geplante Museum soll der Geschichte des Salesianums und dem St. Karlshof sowie des Schweizerpsalms, der in der Kapelle komponiert wurde, gewidmet werden. Zudem soll das Museum als Ort für öffentliche Veranstaltungen der lokalen Bevölkerung genutzt werden. Nebst der Familie N. Nikolajsen soll das Salesianum auch Mitarbeitern und Partnern der Bitcoin Suisse AG sowie Freunden der Familie als Wohnsitz dienen.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob die Familie Nikolajsen auch die Überbauung Salesianum realisieren will? «Der Verkauf des Salesianums wirkt sich in keiner Weise auf den Bebauungsplan Salesianum aus», antwortet Mélanie Ryser. Das historische Salesianum sei zwar Teil des Bebauungsplanes, könne jedoch im Rahmen der denkmalpflegerischer Vorgaben unabhängig vom Bebauungsplan umgebaut werden.

Entscheid noch in diesem Jahr?

Und bis wann kann mit einem Entscheid des Verwaltungsgerichts zum Bebauungsplan Salesianum gerechnet werden? Bekanntlich liegt der Ball im Moment dort, weil die Gegner der Überbauung mit den 56 geplanten 2½- bis 6½-Zimmer-Wohnungen, die Genehmigung des Bebauungsplans Salesianum durch den Regierungsrats ans Verwaltungsgericht weitergezogen haben.

Sie seien mit Hochdruck an der Arbeit und würden alles tun, damit noch in diesem Jahr der Entscheid zum Bebauungsplan Salesianum gefällt werden könne, gibt Verwaltungsgerichtspräsident Aldo Elsener Auskunft.

Doch zurück zur Kündigung der Asylunterkunft im Salesianum, die im März 2016 eröffnet worden und rund 100 Personen Platz geboten hat: «Derzeit wohnen im Salesianum noch 32 Personen», schreibt die Direktion des Innern. Sie würden – verteilt auf den ganzen Kanton – in bestehenden Unterkünften einen Platz finden, so etwa auch im alten Kantonsspital, wo im Südflügel vorab junge Personen untergebracht sind, die in einer Ausbildung seien.

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