SARNEN: Er baut 170 Teile zu einem Ganzen zusammen

Nach über fünfzig Jahren gibts im Kanton Obwalden wieder einen Uhrmacherlehrling. Er wird nicht lange der einzige bleiben.

Drucken
Teilen
Andreas Strasser an seinem Arbeitsplatz bei der Firma Martin Braun AG in Sarnen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Andreas Strasser an seinem Arbeitsplatz bei der Firma Martin Braun AG in Sarnen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Wer in den Raum bei Martin Braun SA in Sarnen tritt, wähnt sich in einer Miniaturwelt. Auf den ersten Blick erkennt man gar nicht, womit die Menschen arbeiten. An einem der Arbeitsplätze sitzt konzentriert Uhrmacherlehrling Andreas Strasser (16). Vor ihm liegen Rädchen, Federn, Unruhen, Zeiger und weitere kleine und kleinste Einzelteile. Einige sind so klein, dass sie auf einem Fingernagel Platz hätten. Eine Uhrmacherlupe verschafft den nötigen Durchblick.

Die Aufgabe von Andreas Strasser und seinen Arbeitskollegen ist es, die rund 320 Teile zu einer Uhr zusammenzubauen. Fast 150 Teile umfasst alleine das Uhrwerk. Dieses wird jedoch in Genf zusammengesetzt. Gefragt sind Geduld und Genauigkeit. Die Toleranz ist klein: ein Hundertstel Millimeter, das ist weniger, als ein Haar dick ist. Manchmmal muss es sogar noch genauer sein. Andreas Strasser hat diesen Sommer die vierjährige Lehre als Uhrmacher, Fachrichtung Rhabilleur, begonnen. Ein Rhabilleur repariert und unterhält Klein- und Grossuhren und setzt sie zusammen.

Vielfältige Materialien
«Ich wollte einen Beruf, bei dem ich drinnen arbeiten kann und trotzdem nicht stundenlang vor dem PC sitzen muss», meint Andreas, der Lesen, Zeichnen und Segeln zu seinen Hobbys zählt. Zuvor schnupperte er in anderen Berufen. «Als Uhrmacher kann ich mit verschiedenen Materialien arbeiten, muss Geduld und Präzision an den Tag legen. Das macht für mich den Reiz in diesem Beruf aus.» Man kauft es ihm ohne eine Sekunde zu zweifeln ab. Ruhig und besonnen spricht er und verrät, dass ihm Pünktlichkeit sehr wichtig ist.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.