SBB plant Doppelspurausbau am Zugersee

Am Ost-Ufer des Zugersees baut die SBB ein zweites Gleis. Ab 2016 wird für den Doppelspurausbau die Strecke Zug - Oberwil - Arth-Goldau für zwei Jahre gesperrt. Der Fernverkehr wird umgeleitet, für Reisende zwischen Schwyz/Uri und Zürich gibt es einen Ersatzbetrieb.

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So sieht der Ablauf für den Duppelspurausbau am Zugersee aus. (Bild: Grafik PD)

So sieht der Ablauf für den Duppelspurausbau am Zugersee aus. (Bild: Grafik PD)

So sieht der Ablauf für den Duppelspurausbau am Zugersee aus. (Bild: Grafik PD)

So sieht der Ablauf für den Duppelspurausbau am Zugersee aus. (Bild: Grafik PD)

Mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels Ende 2016 und des Ceneri-Basistunnels 2019 verkürzen sich die Fahrzeiten im Nord- Süd-Bahnverkehr deutlich. In diesem Zusammenhang müssen auch die Zufahrten nördlich des Gotthards ausgebaut werden, wie die SBB am Montag mitteilte. Am Ost-Ufer des Zugersees wird daher auf einer Strecke von 1,7 Kilometer ein zweites Gleis gebaut. Dies ermöglicht den Halbstundentakt für den Fernverkehr, ohne dass der Regionalverkehr eingeschränkt wird.

Kanton Zug begrüsst Ausbau

Ein Bau unter Betrieb würde mindestens sechs Jahre länger dauern und rund 40 Millionen Franken mehr kosten. Der Kanton Zug begrüsst den Doppelspurausbau. Die Auswirkungen auf den Zugsverkehr seien verkraftbar, teilte der Kanton am Montag mit. Insgesamt investiert die SBB rund um den Zugersee mehr als 230 Millionen Franken. Kanton und Gemeinden müssen sich nicht an den Kosten beteiligen. Vor dem Doppelspurausbau muss der kantonale Richtplan angepasst werden. Die Baudirektion wird dazu eine öffentliche Orientierungsveranstaltung in Walchwil durchführen.

sda

 

Mehr Kapazität in Rotkreuz

Zur Abwicklung des Umleitungsverkehrs für den Doppelspurausbau am Ost-Ufer des Zugersees ist ausgangs Bahnhof Rotkreuz Richtung Zug ein rund 700 Meter langes, zweites Gleis nötig. Das so insgesamt 1,7 Kilometer lange Gleis steigert die Kapazität, ermöglicht einen Viertelstundentakt für die Haltestelle Hünenberg-Chämleten. Diese Ausbauten und belaufen sich auf 30 Millionen Franken.

pd/zim