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Der SC Cham siegt gegen AC Bellinzona

Der SC Cham schlägt die AC Bellinzona im Eizmoos mit 2:1 Toren.
Martin Mühlebach
Die Chamer bejubeln den Treffer zum 1:0 von Torschütze Ramon Cecchini (links). Neben ihm sind Sandro Foschini (Mitte) und Kemil Festic zu sehen. (Bild: Patrick Hürlimann, Cham, 19. Oktober 2019)

Die Chamer bejubeln den Treffer zum 1:0 von Torschütze Ramon Cecchini (links). Neben ihm sind Sandro Foschini (Mitte) und Kemil Festic zu sehen.
(Bild: Patrick Hürlimann, Cham, 19. Oktober 2019)

In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit, die infolge eines Zusammenbruchs eines Zuschauers neben der Ersatzbank der Tessiner während mehreren Minuten unterbrochen worden war, wurde Kemil Festic im Strafraum der Gäste gefoult: Penalty. Ramon Cecchini verwandelte unhaltbar – Cham führte glücklich 1:0. Glücklich, weil Bellinzona zuvor einige hochkarätige Torchancen ungenutzt verstreichen liess.

Cham bekundete lange Zeit Mühe, die schnellen Tessiner Flügelläufer Melazzi und Cortelezzi, die mehrmals gefährliche Flankenbälle in den Strafraum schossen, in den Griff zu bekommen. Die Platzherren kamen erst nach dem längeren Spielunterbruch auf Touren. Als die 2. Halbzeit anschliessend ohne nochmalige Pause in Angriff genommen wurde, dauerte es nur sechs Minuten, bis Bellinzona durch Daniele Russo den 1:1-Ausgleich zu bewerkstelligen vermochte. Danach drosselten die Tessiner die Motoren. Es schien, als ob sie sich mit dem Unentschieden begnügen würden.

Zwei Platzverweise

Als der Chamer Aussenverteidiger Mauro Bender in der 77. Minute wegen eines Dutzendfouls mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde, setzte Bellinzona nochmals zu einem Sturmlauf an. Die Elf von Trainer Roland Schwegler verteidigte das Unentschieden mit vereinten Kräften und mit einer vorzüglichen Leistung ihres Keepers Samuel Blättler, dessen bisherige Leistungen in der Freitagsausgabe unserer Zeitung vom Chamer Torhütertrainer Marco Trangoni kritisiert wurden. Trangoni meinte nach dem Schlusspfiff zufrieden lächelnd: «Samuel hat den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden. Es freut mich, dass er heute eine tadellose Leistung abzuliefern vermochte.» Wie Blättler verdienten auch die Chamer Feldspieler dank ihres unermüdlichen Einsatzes und des unerschütterlichen Glaubens an ein gutes Ende ein dickes Kompliment. Sie brachten zu Stande, was ihnen nach der gelb-roten Karte gegen Bender wohl kaum jemand zugetraut hätte.

In der Nachspielzeit der 2. Halbzeit krönte Sandro Foschini (91.) die aufopfernde Teamarbeit in extremis mit dem vielbejubelten Treffer zum 2:1-Sieg. Nach Ansicht des Schiedsrichters jubelte auch der in der 71. Minute für den Chamer Nikola Bozic eingewechselte Marco Rüedi zu ausgelassen. Nur so ist es zu erklären, dass Rüedi mit Rot vom Platz gestellt wurde. Am Resultat änderte sich nichts mehr, obschon der Schiedsrichter aus Chamer Sicht noch über Gebühr lange nachspielen liess.

Der Trainer ist voll des Lobes

Der Chamer Sportchef Marcel Werder sagte nach dem Abpfiff: «Wir bekundeten Mühe ins Spiel zu kommen. Als Bellinzona nach dem 1:1-Ausgleich in den Verwaltungsmodus schaltete, kämpfte sich unsere Mannschaft ins Spiel und errang einen wertvollen, zugegeben etwas glücklichen Sieg.» Trainer Roland Schwegler betonte: «Mein Team hat gegen die mit guten Einzelspielern bestückten Tessiner einen Mentalitätssieg eingefahren. Die Mannschaft hat nach dem Platzverweis von Mauro Bender derart verbissen gekämpft, und dafür wurde sie letztlich belohnt. Kompliment.»

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