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Leserbrief

Schade, dass sich die Wirtschaft zurückzieht

«Wie finanziert man ein Eidgenössisches? », «Zuger Zeitung» vom 13. August

Herzlichen Glückwunsch zu 17 Millionen Sponsoring-Beiträgen! Eine Glanzleistung! Ich veranstalte heute Samstag im Theater Casino Zug und am Seeufer vor dem Regierungsgebäude einen auf Mint-Jugendförderung ausgerichteten, grossen Jubiläumsanlass des Zentralverbandes der Schweizer Funkamateure Uska. Mit internationaler Beteiligung. Sogar ein direkter Funkkontakt mit der internationalen Raumstation ISS ist eingeplant. Die Veranstaltung heisst hamfest2019.ch und ist öffentlich. Wir erwarten über 1000 Besucher und Besucherinnen. Mint heisst Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Man könnte meinen, dass die Hightech Zuger Wirtschaft ein Interesse daran haben könnte, solche ehrenamtlich organisierte zukunftsgerichtete Veranstaltungen auch finanziell zu unterstützen. Nicht nur mit Worten. Wir haben mehrere Hundert Mitgliedsfirmen der Zuger Wirtschaftskammer sowie des Technologie-Forums Zug um einen kleinen drei- bis vierstelligen Franken-Betrag gebeten. Das Resultat ist eindeutig. Null. Das stimmt mich ziemlich nachdenklich. Natürlich ist die Öffentlichkeitswirkung eines eher symbolischen Sponsorings für Jugend-Aktivitäten nicht gross. Früher hatten vor allem grössere Unternehmen eine «Community Affairs»-Stelle, welche sich exakt um solche Werbe-ineffizienten, aber gesellschaftlich eben doch sehr wichtigen Belange des Zusammenhalts zwischen Wirtschaft und Bevölkerung kümmerte.

Der Jubiläumsanlass der Funkamateure wird von Stadt und Kanton in verdankenswerter Weise finanziell mitunterstützt. Ich finde es aber nicht gut, dass der «Staat» immer mehr Aufgaben des Gemeinwohls und Gemeinsinns übernehmen muss, aus welchen sich die Wirtschaft zunehmend zurückzieht. Um nicht zu sagen distanziert. Unser Organisationskomitee hat sich nun entschlossen, am Casino-Eingang eine «Kollekten»-Box aufzustellen. Wie in der Kirche.

Willi Vollenweider, Zug

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