Leserbrief

Schade, lässt sich der Regierungsrat vereinnahmen

«Strommangel als grosses Risiko», Ausgabe vom 8. Juli

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Jetzt mit aller Kraft die Sonne und den Wind zur Stromproduktion nützen, heisst es in diesem Artikel. Interessant, was die AVES, die Aktion für vernünftige Energiepolitik, zu berichten hat. Wenn das so ist, dann müssen wir jetzt sofort mit voller Kraft auf die Stromproduktion mit Sonne und Wind setzen. Letzterer liefert auch nachts und vor allem im Winter Energie.

Diese kann dann zusammen mit dem gespeicherten, überschüssigen Sonnenstrom des Sommers ergänzt werden. Dazu gibt es diverse, schon vorhandene Technologien. So liesse sich die heraufbeschworene Strommangellage im Winter 2022/23 abwenden. Eine vernünftige Energiepolitik darf keine Angst schüren, ohne klare Forderungen zur Lösung des Problems zu stellen.

Die Schweiz kann sich nämlich gut selbst mit lokal produziertem, erneuerbarem Strom versorgen. Das ist schon seit einigen Jahren bekannt. Aber nichts geschieht. Ganz im Sinne der AVES, dem Altherrenclub von Atomenergiebefürwortern, sowie Klimaleugnern und Gegnern der schweizerischen Energiestrategie.

Schade, dass sich der Regierungsrat hier vereinnahmen lässt und gerade vor kurzem einer Studie zur Windenergie in unserem Kanton keine Chance gelassen hat.

Victor Zoller, Zug