SCHAFFHAUSEN/ZUG: Dreifachmord: Rottweiler gehört Verdächtigem

Der Rottweiler, der am vergangenen Sonntag in Schaffhausen einen vierjährigen Knaben schwer verletzt hat, gehört dem Hauptverdächtigen im Grenchner «Schenkkreismord».

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Ein angeleinter Rottweiler. (Symbolbild Peter Fischli; kein Bezug zu den aktuellen Ereignissen)

Ein angeleinter Rottweiler. (Symbolbild Peter Fischli; kein Bezug zu den aktuellen Ereignissen)

Patrick Caprez, Sprecher der Schaffhauser Polizei, bestätigte am Dienstag entsprechende Berichte von «20minuten» und «Blick». Bei der 55-jährigen Frau, die den Hund gehütet hat, handelt es sich um die Mutter des Mannes, der einst beim Leichtathletikverein Hochwacht Zug erfolgreich als Hammerwerfer aktiv gewesen ist. Sie hatte sich seit der Verhaftung ihres Sohnes um das Tier gekümmert.

Wesenstest geplant
Ob sich die Konstellation auch auf das weitere Schicksal des Hundes auswirkt, konnte Caprez nicht sagen. Er verwies dazu auf die Zuständigkeit des Kantonstierarzts, der in dieser Sache entscheiden wird. Unter anderem ist dazu ein Wesenstest eines spezialisierten Tierarzts vorgesehen, um das Gefährdungspotenzial abzuschätzen.

Der nicht angeleinte einjährige Rottweilerrüde hatte am Sonntagnachmittag auf einer Wiese einen vierjährigen Knaben angefallen und am Kopf schwer verletzt. Der Zustand des Knaben wurde als stabil bezeichnet. Eine 19-jährige Schwester erlitt zudem leichte Verletzungen beim Versuch, den Hund von ihrem kleinen Bruder loszureissen. Weitere Informationen wurden für den Nachmittag in Aussicht gestellt.

ap/scd