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Kommentar

Schall und Rauch

Marco Morosoli zum Fussballclub Zug 94, der sein Projekt Profifussball stoppt.
Marco Morosoli
Marco Morosoli.

Marco Morosoli.

Investoren mit einem dicken Portemonnaie versprechen einem Sportverein eine glorreiche Zukunft. Die Geldgeber mögen zu Beginn durchaus hehre Gedanken haben, aber die Mehrzahl der hochtrabenden Projekte scheitert. Der Einstieg der Geldgeber ist noch unkompliziert. Platzen die Traumwelten, endet dies jedoch oft im Konkurs.

Bei Zug 94 ist wenigstens der Zug noch nicht abgefahren. Die Trennung zwischen dem Verein und der Geldgeberin Zug 94 Sport & Entertainment AG gilt ab sofort. Es fliesst kein Geld mehr in die Vereinskassen von Zug 94. Sparen ist angesagt. Und das in einer Zeit, in welcher der Stadtzuger Fussballverein eigentlich schon lange bei den Grossen hätte mitspielen wollen. Das Geschäftsmodell für den sportlichen wie auch pekuniären Aufstieg hat 2012 zu viele geblendet. Die perfekte Fussballorganisation basiere, so das Credo des Promoters, auf drei Säulen: Fussball, Stadion und Transferrechte. Die Antwort auf die Frage, wieso er gerade einem Verein in einer unteren Liga dieses Modell aufdrückte, blieb er immer schuldig.

Tröstlich ist für die Zuger, dass sie wenigstens über eine solide Juniorenabteilung verfügen. Dieser Umstand alleine rettet Zug 94 nicht. In der Zeit der grossen Geldnot erinnert sich die Führung an ihr Umfeld und dessen Solidarität. Die lange Verschmähten sollen Zug 94 nun eine Brücke in die Zukunft bauen. Möge dies zum Wohle des Zuger Fussballnachwuchses gelingen.

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