SCHALLPROBLEME: Im Kantonsspital soll jetzt Ruhe einkehren

Die Schallprobleme im Neubau des Zuger Kantonsspitals sind weitgehend behoben. Letzte Anpassungen wird die Baudirektion in den Sommerferien vornehmen lassen, damit der Spitalbetrieb möglichst wenig gestört wird.

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Der Eingangsbereich des Zuger Kantonsspitals. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Eingangsbereich des Zuger Kantonsspitals. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Nötig wurde die Intervention, weil sich die Schalldämmung nach Inbetriebnahme des Spitals Ende August des letzten Jahres als verbesserungsbedürftig erwies. Wie die Baudirektion anlässlich einer Medienkonferenz am 13. November 2008 bekannt gab, hatten sich Patientinnen und Patienten über störende Geräusche aus den Nachbarzimmern und aus den Gängen beschwert. Der gemessene Schallpegel lag zwar überall im zulässigen Bereich. Dennoch war man sich einig, dass der subjektive Höreindruck nicht zu befriedigen vermochte, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Schwachstellen erkannt und beseitigt
Die Baudirektion liess daraufhin alle Räumlichkeiten untersuchen und nach möglichen Schallbrücken suchen. Dabei stellte sich heraus, dass die Ursachen für die Geräuschübertragung zwischen den Zimmern vor allem im Deckenbereich lagen. So konnten zum einen die Verbindungen zwischen den Brandmeldern als unerwünschte Schall-Leiter identifiziert werden. Zum anderen zeigte sich, dass die Fugen zwischen den Wänden und der Decke den Schall nicht genügend absorbierten. Mittlerweile konnten die beiden Schwachstellen beseitigt werden, indem es gelang, die Isolation mit dämmenden Materialien zu verbessern.

Nun soll mit Anpassungen am Boden noch der Restschall ferngehalten werden. Diese Arbeiten bedingen jedoch, dass nicht immer alle Zimmer zugänglich sein werden. Spitaldirektor Markus Müller wird dazu zitiert: «Die hohe Auslastung unseres Kantonsspitals macht es unumgänglich, diese Arbeiten in die Sommerferien zu legen. In aller Regel haben wir dann etwas weniger Patienten zu betreuen.» Trotzdem werden die Optimierungen für das betreuende Spitalpersonal mit Umdispositionen und Zuasatzaufwändungen verbunden sein.

scd