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Leserbrief

Schengen ist unersetzlich: Ja zum Waffenrecht

Zur eidgenössischen Abstimmung vom 19. Mai über die Änderung der EU-Waffenrichtlinie

Persönlich bin ich den schweizerischen Traditionen sehr verbunden. Ich schätze es deshalb sehr, dass unsere Schützen, Jäger und Armeeangehörigen verantwortungsvoll mit ihren Waffen umgehen und es kaum negative Vorfälle gibt. Um aber zu verhindern, dass gefährliche Waffen wie grosskalibrige Halbautomaten in die Hände von Menschen mit kriminellen Absichten gelangen, hat die EU das Waffenrecht angepasst. Die Schweiz hat mit Brüssel gut verhandelt: Unser freiheitliches Waffenrecht bleibt bestehen, mit kleinen, vertretbaren Einschränkungen.

Für Armeeangehörige, Jäger sowie Jungschützen ändert sich nichts. Wer eine halbautomatische Waffe mit grossem Magazin kaufen will, muss entweder nach 5 und 10 Jahren nachweisen, dass er Mitglied eines Schützenvereins ist oder nach 5 und 10 Jahren belegen, dass er regelmässig schiesst. Ist das wirklich zu viel verlangt? Das traditionelle Schweizer Schiesswesen bleibt erhalten, niemand wird entwaffnet, wie oft behauptet wird.

Als langjähriges Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates kenne ich den Wert des Schengener Abkommens für die innere Sicherheit unseres Landes. Deshalb kann ich aus Überzeugung sagen: Schengen ist unersetzlich! Die bisherigen und die neuen Bedrohungen für die Sicherheit der Schweiz in der Wirtschafts- und Cyberkrimi­nalität sowie im brandgefährlichen Terrorismus brauchen geeignete Abwehrkonzepte. Die internationale Vernetzung ist ein zentraler Teil solcher Konzepte, sie ist eine Bedingung für unsere Sicherheit. Dank Schengen profitieren wir seit Jahren von der Arbeit zahlreicher europäischer Sicherheitskräfte: Diese spüren nämlich von der Schweiz gesuchte Personen auf und stellen Gegenstände sicher. Diese einmalige Kooperation dürfen wir nicht aufs Spiel setzen.

Ich empfehle Ihnen deshalb ein Ja zum neuen Waffenrecht am kommenden 19. Mai.

Joachim Eder, Ständerat FDP, Unterägeri

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