SCHMID-NACHFOLGE: Heinz Tännler will nicht in den Bundesrat

Die Zuger SVP hätte Heinz Tännler gerne als Nachfolger von Bundesrat Samuel Schmid gesehen. Doch der Baudirektor hat andere Prioritäten.

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Baudirektor Heinz Tännler. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Baudirektor Heinz Tännler. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Am späten Sonntagnachmittag haben sich Vertreter der Parteileitung mit Regierungsrat Heinz Tännler getroffen. Dieser hat der Parteileitung mitgeteilt, dass er es für wichtig erachtet, vorab die Herausforderungen im Kanton Zug anzugehen und dass er im Kanton Zug als Regierungsrat glücklich ist. Er hat die Parteispitze gebeten, auf eine offizielle Nomination zu verzichten.

Die SVP des Kantons Zug hat von diesem Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis genommen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Doch aufgeschoben sei nicht aufgehoben, heisst es weiter.

Grosses Lob an Tännlers Adresse
Am vergangenen Mittwoch hatte der Vorstand einstimmig beschlossen, Heinz Tännler zu nominieren – sofern er sich für dieses Amt zur Verfügung stellen würde. Aus zwei Gründen: Einerseits sei Tännler Leistungsausweis in der Privatwirtschaft und als Regierungsrat eindrücklich – nicht einmal die bestehenden Bundesräte könnten in ihrem Leistungsausweis so viele Erfahrungen in internationalen, komplexen Sachverhaltenen und Verhandlungskompetenz in drei Sprachen nachweisen. Zudem sei es wichtig, dass die Metropolitan-Region Zürich mit einem bürgerlichen und wirtschaftsfreundlichen Mitglied in der Landesregierung vertreten ist

Die von Parteipräsident Stephan Schleiss unterzeichnete Mitteilung schliesst mit einer klaren Aussage: «Wir erwarten, dass die SVP nach dem 10. Dezember 2008 wieder im Bundesrat vertreten ist – und zwar mit einem echten SVPler.»

scd