SCHNEIDERZUNFT: Die Traditionen werden hoch gehalten

Ihren ursprünglichen Aufgabenbereich hat auch die Schneiderzunft verloren. Heute sorgt sie für schöne Aussichten.

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Alex Staub (links, Obmann der Zunft) und Hans Abicht (Federmeister) bei der Aussichtsplattform auf der Guggiwiese. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Alex Staub (links, Obmann der Zunft) und Hans Abicht (Federmeister) bei der Aussichtsplattform auf der Guggiwiese. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Die Zunft der Schneider und Tuchscherer feiert in diesem Jahr ihr 600-Jahr-Jubiläum. Um noch lange an diesen Anlass erinnert zu werden, hat die Vereinigung etwas Bleibendes mitgestaltet und finanziell unterstützt: Die Aussichtsplattform auf der Guggiwiese. Diese wird Ende Monat der Öffentlichkeit übergeben.

Für die Zunft ein wichtiger Ort
Die Geste der Zunft der Schneider hat dabei einen – berechtigten – Hintergedanken: Von dieser Erhebung eröffnet die Schneiderzunft ihren jährlichen Hauptbot mit dem Abfeuern von vier Schüssen aus der Zunftkanone. Vom Aussichtspunkt wird jeweils einmal in jede Himmelsrichtung geschossen. Die Hauptversammlung dieser Vereinigung, die diesen Salutschüssen nachfolgt, findet traditionsgemäss am ersten Montag nach den Herbstferien statt. In diesem Jahr am 20. Oktober.

Wir treffen uns pro Jahr acht bis zehn Mal», sagt der Federmeister (Aktuar) Hans Abicht zum aktiven Vereinsleben. Dazu gehört ein Klaushöck ebenso wie alle zwei Jahre eine Zunftreise. Eines will Abicht erwähnt haben: «Wir sind keine Businessorganisation.»

Zwar ist seit längerem kein Schneider mehr in der Organisation vertreten, sondern die Mitglieder sind Geschäftsleute aus verschiedenen Branchen. Die Ziele sind hingegen die gleichen geblieben: Es ist eine Vereinigung Gleichgesinnter zur Pflege von Traditionsbewusstsein mit Unterstützung des Brauchtums, der Kameradschaft und der Geselligkeit. Eine «Quelle für Freundschaften», wie es Hans Abicht auf den Punkt bringt. Dies hat sich bei der Jubiläumsgala am letzten Augustwochenende klar gezeigt.

Marco Morosoli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.