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Schüler streiken in Zug für den Klimaschutz

Sie verlangen von den Politikern, sich stärker für unser Klima einzusetzen und nehmen dazu auch Strafaufgaben in Kauf: Zuger Schüler beteiligen sich am Klimastreik.
Zoe Gwerder
Die beiden Organisatoren Tim Kilchsberger und Ronahi Yener organisierten den Zuger Klimastreik auf dem Postplatz. (Bild: Zoe Gwerder (18. Januar 2019))

Die beiden Organisatoren Tim Kilchsberger und Ronahi Yener organisierten den Zuger Klimastreik auf dem Postplatz. (Bild: Zoe Gwerder (18. Januar 2019))

Rund 200 Jugendliche – vorwiegend Schüler der Zuger Kantonsschulen – haben sich am Freitagmorgen auf dem Postplatz versammelt. Mit Reden und Plakaten verlangen sie von den Politikern, dass sie sich stärker für den Klimaschutz und damit für eine Reduktion des CO2-Ausstosses einsetzen. «Wir wollen keinen Umweltverschleiss», «System Change not Climate Change» oder «Für die Eisbären und die Holländer» steht auf den zahlreichen Schildern und Plakaten.

Dass sie an diesem Morgen am Postplatz stehen und nicht in der Schule sitzen, hat für sie folgen. «Es wird vermerkt, dass wir unentschuldigt gefehlt haben und wir müssen eine Strafarbeit zum Klimawandel machen», sagt die 18-jährige Jana Kronig, die in Menzingen die Kantonsschule besucht. «Mein Ziel ist es, die Leute aufzurütteln. Ich – wir alle hier – probieren möglichst viel Aufmerksamkeit auf das zu lenken. Je mehr dastehen, desto eher schauen die Leute hin.»

«Sich für das Klima einzusetzen ist wichtig, weil es um meine Zukunft geht und dereinst um die meiner Kinder», sagt der 16-jährige Laurent Dorier. Unter den Demonstranten gibt es aber auch solche, die nicht mehr in die Kanti gehen. So auch die Studentin Astrid Profos «Ich finde, es ist eine Gute Sache, deshalb mache ich mit.»

Unter den Rednern war auch der Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz, der Zuger Luzian Franzini. (Bild: Zoe Gwerder (Zug, 18. Januar 2019))

Unter den Rednern war auch der Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz, der Zuger Luzian Franzini. (Bild: Zoe Gwerder (Zug, 18. Januar 2019))

Ursprung des Klimastreiks ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg. Sie hat zum Schulstreik aufgerufen und jeden Freitag die Schule geschwänzt, um für eine Reduktion des CO2-Ausstosses zu demonstrieren. Gemäss den Organisatoren wird dabei nun weltweit mitgemacht. Im Dezember 2018 gab es erste Streiks in Zürich, Basel, Bern und St. Gallen. Am Freitagmorgen fanden nun auch Streiks in Zug und Luzern statt.

Wie bei der Zuger Polizei zu erfahren ist, verlief die Demonstration «völlig problemlos».

Die Gruppe der Streikenden blieb überschaubar. (Bild: Zoe Gwerder (Zug, 18. Januar 2019))

Die Gruppe der Streikenden blieb überschaubar. (Bild: Zoe Gwerder (Zug, 18. Januar 2019))

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