Schulbeginn: Diese Zuger Erstklässlerin ist ausgerüstet

Die zukünftigen Primarschüler haben bereits ihre Schulrucksäcke und Etuis ausgesucht.

Julia Lüscher
Drucken
Teilen
Erstklässlerin Julia Aegerter aus Walchwil mit ihren Schulsachen.

Erstklässlerin Julia Aegerter aus Walchwil mit ihren Schulsachen.

Bild: Matthias Jurt (12. Juli 2020)

Schon bald geht es für die zukünftigen Erstklässler los. Für die Eltern bedeutet das: Materialeinkauf. «Am ersten Schultag müssen die neuen Primarschüler ihren Schulthek, Etui mit Farbstiften, Bleistiften und Radiergummi mitbringen», zählt Beat Schäli, der Walchwiler Rektor, auf. Weiter bräuchten die Erstklässler eine Turntasche, Finken sowie Rhythmikfinken und eine Malschürze. «Die Schule finanziert den Kindern Leime, Scheren, Hefte, Lineale, Spitzer, Hausaufgabenmappen, Neocolor und einen Wasserfarbkasten», so Schäli. Die Kosten des Materialaufwands seien abhängig von den Ansprüchen der Familien. «Oftmals sind die Schultheke ein Geschenk des Göttis oder Gottis. Also bleiben nicht alle Kosten an den Eltern hängen», führt Schäli aus. Sonstige Einschulungskosten gebe es für die Eltern keine. «Grundsätzlich gilt, je höher die Schulstufe, desto höhere Kosten.»

«Viele zukünftige Erstklässler haben ihre Schultasche und sonstige Materialien bereits mit ihren Eltern gekauft», berichtet Nina Langenegger von der Pap- nova Papeterie Zug. Die Freude unter den Kindern sei riesig. Vor allem wenn sie die grosse Auswahl an Rucksäcken sehen, seien sie total fixiert darauf, das perfekte Design zu finden. «Die Hauptsaison der Schulmaterialeinkäufe ist eigentlich kurz vor Ostern. Sie verspätete sich jedoch ein wenig wegen der Coronakrise.»

Das beliebteste Modell sei dieses Jahr die Limited Edition von Ergobag, welche aus einem bei Dunkelheit leuchtenden dunkelgrünen Rucksack mit Panther-Sticker für Jungs und einem pinken Rucksack mit Meerjungfrauen-Sticker für Mädchen bestehe, erklärt Langenegger. «Die Dauerrenner sind die klassischen Motive wie Fussball für Jungs und Pferde oder Herzformen für Mädchen.» Auch unifarbene Rucksäcke mit abnehmbaren Stickern seien beliebt, weil die Kinder so, wenn sie älter sind, ihre Taschen anpassen können. Man könne ein Set mit Schulthek, Turntasche, Etui und Federmappe zusammenstellen für 299 Franken.

«Üblicherweise kommen die meisten zuerst mal in die Papeterie und kaufen dort ihre Schulmaterialien. Es gibt jedoch auch andere Anbieter oder man kann die Modelle auf unserem Onlineshop aussuchen und reservieren», fügt die Mitarbeiterin von Papnova an.

Ritual funktioniert nicht im Onlineshop

Auch die Walchwiler Erstklässlerin Julia Aegerter konnte bereits mit ihren Grosseltern einen Schulthek und ein Etui aussuchen. «Ich bin froh, dass die Läden nach dem Coronalockdown wieder aufgingen, weil das Ritual des Schultheksaussuchens nicht vergleichbar ist mit der Auswahl im Onlineshop», erklärt Miriam Aegerter, die Mutter von Julia. Die Erstklässlerin freue sich sehr auf die Einschulung und sei schon ein wenig nervös. «Der Schnuppernachmittag vor den Sommerferien hat Julia sehr gut gefallen. Sie behauptet jetzt schon, sie möchte später Lehrerin werden», so Aegerter.

Julia kenne schon mehr als die Hälfte der neuen Klasse und freue sich sehr darauf, ihre Kindergartenfreunde wieder zu sehen. «Der Materialeinkauf ist vor allem teuer, wenn alles neu gekauft werden muss», meint Julias Mutter. «Der Rucksack und das Etui sind Geschenke der Grosseltern.» Malschürze und Turntasche habe Julia bereits im Kindergarten gehabt, weswegen sie nicht ein vollständiges Schulset kaufen mussten, erklärt Aegerter. «Ansonsten sind keine zusätzlichen Kosten mit der Einschulung verbunden, ausser die schulergänzende Betreuung. Diese kommt jedoch nicht neu dazu.»

Die Schule sei sehr gut organisiert, denn die Familie habe alle Informationen zum Schulstart bereits vor den Sommerferien bekommen, berichtet die mehrfache Mutter.

In einer früheren Version des Artikels stand am Ende die Aussage der Mutter: «Am ersten Schultag dürfen wir Julia bis zur Pause begleiten. Danach ist sie bis zum Mittag allein mit ihrer Klasse in der Schule.» Diese Information ist gemäss dem Rektor der Walchwiler Schule Beat Schäli nicht zutreffend. Unter den Zuger Schulen gelte die Abmachung, dass die Eltern wegen der aktuellen Coronasituation die Klassenzimmer derzeit nicht betreten dürften. Die Begrüssung finde vor dem Unterrichtsbeginn im Aussenbereich statt, danach würden die Kinder alleine mit der Lehrperson ins Klassenzimmer gehen.