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SCHULBUS: Luzerner Bus bringt Hünenberger Kinder zur Schule

Die Gemeinde Hünenberg hat den Schulbusbetrieb auf das neue Schuljahr ausgelagert. Nun übernimmt Organisation und Transport die Eurobus Häfliger AG mit Sitz in Sursee – Chauffeur und Bus inklusive.
Kinder im Schulbus. (Symbolbild Geri Wyss/Neue NZ)

Kinder im Schulbus. (Symbolbild Geri Wyss/Neue NZ)

Jeden Morgen macht er pünktlich seine Runde, lädt die kleinen Passagiere ein und bringt sie sicher zu ihrem Ziel, der Schule: der Schulbus. In Hünenberg sind insbesondere Kindergartenkinder, die in Unterhünenberg wohnen und den Unterricht im Dorf besuchen, und Tagesschüler des Matten-Schulhauses auf den Kleinbus angewiesen. Jahrelang hat Werner Wiederkehr die Aufgabe des Chauffeurs übernommen. Ende August wird er pensioniert.

Der Gemeinderat hat das zum Anlass genommen, sich über den Schulbusbetrieb generell Gedanken zu machen. «Wir haben uns überlegt, ob wir weiterhin ­einen Busfahrer anstellen und ­einen eigenen Schulbus betreiben wollen», erklärt Ueli Wirth (FDP), Vorsteher Bildung des ­Hünenberger Gemeinderats, auf Nachfrage. Herausgekommen ist eine auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche Lösung: Seit Mitte August fährt nun ein Schulbus mit der Aufschrift «Eurobus» durch die Gemeinde. Das Unternehmen Eurobus Häfliger AG aus Sursee holt die Kinder jetzt täglich ab. Der Transport der Kindergarten- und Schulkinder wird also nicht mehr von der Gemeinde selbst organisiert, er wurde ausgelagert. «Nach Abwägen ­aller Vor- und Nachteile hat der ­Gemeinderat beschlossen, ab Schuljahr 2017/18 den Auftrag an Eurobus zu vergeben», heisst es dazu in einer Medienmitteilung.

Keine Kosten mehr für Unterhalt und Investitionen

Zu dieser Entscheidung ist man mit Hilfe eines Einladungsverfahrens gekommen. Gemäss Submissionsrichtlinien kann das zum Zug kommen, wenn die entsprechende Dienstleistung die Gemeinde zwischen 150 000 und 250 000 Franken jährlich kostet. Dabei müssen Anbietende ohne Ausschreibung direkt zur Offertstellung eingeladen werden. In der Regel sind mindestens drei Angebote einzuholen. Der Gemeinderat ist also unter anderem auf die Eurobus Häfliger AG zugegangen. Wer die anderen Unternehmen sind, möchte Ueli Wirth nicht verraten. Er sagt: «Wir haben mit den Anbietern je ein persönliches Gespräch geführt und unsere Entscheide transparent gemacht.»

Für die Luzerner Firma hätten besonders zwei Aspekte gesprochen: erstens, dass die Kosten des externen Angebots momentan den bisherigen Kosten entsprechen. «Längerfristig aber werden wir günstiger fahren, da wir keine Unterhalts- und Investitionskosten für einen eigenen Bus tragen müssen», so Wirth. Zweitens werde das Schulsekretariat mit der Auslagerung nicht mehr durch personalorganisatorische Einsätze belastet. Der Auftragnehmer ist nun dafür verantwortlich, dass stets ein Fahrer zur Verfügung steht, auch dann etwa, wenn der eingeplante Fahrer kurzfristig ausfällt. Ansonsten wird sich nichts ändern, die Routen wie die Fahrzeiten bleiben die gleichen wie bisher.

Weiterhin wird ein einziger Fahrer für den Schulbusbetrieb in Hünenberg zuständig sein und nicht etwa sich abwechselnde Chauffeure, die beim Unternehmen angestellt sind. Das ist sowohl für die Transportfirma wie auch für die Gemeinde massgeblich. «Wichtig ist, dass die Schüler den Fahrer kennen. Aber auch dafür ist Eurobus verantwortlich», erklärt Wirth.

Das Transportunternehmen hat ganze Arbeit geleistet: Pius Hürlimann, der selber in Hünenberg wohnt, wird die Chauffeur-Stelle ab November ganz übernehmen. Bis dahin gibt es eine Übergangslösung. «Pius Hürlimann kennt sich aus und verfügt über die entsprechende Ausbildung», sagt Martin Wüthrich, Geschäftsführer von Eurobus Zentralschweiz, der die Eurobus Häfliger AG angehört.

Seit 10 Jahren im Business

Neben dem finanziellen Aspekt gibt es einen weiteren Punkt, der für die Eurobus Häfliger AG spricht: «Sie haben gute Referenzen von anderen Schulgemeinden eingereicht», sagt der Gemeinderat. Tatsächlich hat die Firma viel Erfahrung im Schulbusbetrieb. «Wir haben 20 eigene Schulbusse und fahren seit 10 Jahren für diverse Schulen in der Zentralschweiz», sagt Wüthrich. «Wir kennen uns damit also aus.» Das zeigt sich nun auch in der Übernahme des Auftrags: «Der vorherige Chauffeur Werner Wiederkehr hat uns bei der Einarbeitung sehr unterstützt.» So wurde der neue Fahrer detailliert in die Route der Schüler eingeführt. Der Start ins neue Schuljahr habe gut geklappt, bestätigen sowohl Martin Wüthrich wie auch Gemeinderat Ueli Wirth.

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

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