SCHULE: Kantonsrat stellt Schulpsychologischen Dienst in Frage

Der Zuger Regierungsrat muss überprüfen, ob der Schulpsychologische Dienst abgeschafft werden soll. Der Kantonsrat hat am Donnerstag eine entsprechende SVP-Motion mit 47 zu 21 Stimmen an den Regierungsrat überwiesen.

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Der Zuger Regierungsrat muss den Schulpsychologischen Dienst überprüfen.

Der Zuger Regierungsrat muss den Schulpsychologischen Dienst überprüfen.

Die SVP begründete ihren Vorstoss damit, dass Kinder abgeklärt würden, obwohl es gar nicht nötig sei. Mit der Abschaffung dieses "staatlichen Apparats" würden Familien von der Angst befreit, ihr Kind werde zu Unrecht zum Therapiefall abgestempelt. Zudem würden Kosten gespart.

Die Alternativen - die Grünen vermuteten bei der SVP eine "punktuelle Betroffenheit". Nur so sei es zu erklären, dass sie diese seit 44 Jahren geschätzte Institution abschaffen wolle.

Die SP äusserte die Vermutung, dass die SVP gar nicht wisse, was der Schulpsychologische Dienst eigentlich macht. Dennoch stimmte die SP-Fraktion mehrheitlich für die Überweisung an den Regierungsrat.

Es sei unbestritten, dass es den Schulpsychologischen Dienst brauche. Der Abschaffung würde die SP deshalb nicht zustimmen. Aber es sei gut, wenn mal über das Thema gesprochen werde. Für die Überweisung an den Regierungsrat stimmten auch CVP und FDP. Es sei wünschenswert, das mal zu diskutieren. (sda)