Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

SCHULE: Skilager sind nach wie vor beliebt

Im Kanton Zug sind die Schneesportlager für viele Kinder ein Fixpunkt im Jahr. Die Gemeinden unterstützen diese Lager finanziell.
Zoe Gwerder
Sie geniessen den Schneesport im Skilager der Stadt Zug. (Bild: PD (Februar 2016))

Sie geniessen den Schneesport im Skilager der Stadt Zug. (Bild: PD (Februar 2016))

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

Nur noch wenige Wochen, und dann starten im Kanton Zug während der Sportferien wieder etliche Skilager. Insgesamt werden wohl über 1500 Kinder an den verschiedenen Lagern der Gemeinden und der Kantonsschulen teilnehmen. An den kantonalen Lagern nehmen rund 500 Schüler teil. Dies entspricht einem Viertel aller Schüler der kantonalen Schulen. Zusätzlich fahren alleine in den Gemeinden Zug, Baar, Hünenberg und Unterägeri nochmals insgesamt über 500 Kinder in eines der gemeindlichen Skilager. Und diese Zahlen sind seit Jahren im Grossen und Ganzen stabil. So auch in Unterägeri, wie Rektor Erich Schönbächler sagt: «Bei uns waren in den letzten Jahren immer alle Plätze besetzt.» In diesem Jahr sind es 95 Kinder. Auch im Ennetsee in Hünenberg sind die Zahlen mehr oder weniger konstant. «Es gab zwar vor wenigen Jahren einen kleinen Knick. Dieser entsprach aber auch der Entwicklung der Schülerzahlen», sagt Rektor Rolf Schmid.

In der Stadt Zug gibt es gar Wartelisten für die vier Skilager. Und die Anzahl Teilnehmer ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. In diesem Jahr fahren fast 190 Kinder in eines der vier Skilager. Zusätzlich hoffen fast 20 Kinder, dass ein Platz wieder frei wird. Sie stehen auf der Warte­liste. Auch hier erklärt Rektor Urs Landolt die Zunahme mit der Entwicklung bei den Schülerzahlen. «Wir haben deutlich mehr Schüler. Alleine in den letzten zwei Jahren waren es insgesamt 200 Schüler mehr.»

Auch fürs kleine Budget

Rückläufig waren die Teilnehmerzahlen hingegen in Baar. Dort gab es vor zwei Jahren einen starken Einbruch: von konstanten rund 200 Teilnehmern auf rund 160. Bei diesen 160 sei es seither geblieben, sagt der zuständige Verantwortliche Bruno Burri. Er ist Leiter Planung und Logistik bei den Schulen Baar. Wieso es zu diesem Einbruch kam, können sich die Verantwortlichen nicht erklären. «Ein Faktor ist aber sicher das Angebot, welches wir zur selben Zeit in der Sportwoche in Baar anbieten», erklärt Burri. Auch dort könne man unter anderem Ski fahren. Zudem sei es auch immer eine Frage der Gruppendynamik: «Wenn in einer Klasse ein, zwei Kinder sich fürs Skilager anmelden, kommen plötzlich viele Kinder dieser Klasse ebenfalls.»

Dass es an den Kosten für die Teilnehmenden liegen könnte, ist eher unwahrscheinlich. So müssen beispielsweise in Baar die Schüler 260 Franken bezahlen. Darin sind die gesamten Kosten inklusive Carfahrt, Lagerhaus, Essen und Skibillett enthalten. Dies in namhaften Skigebieten wie unter anderem Disentis oder Grindelwald. Die Lager sind entsprechend nicht selbsttragend, wie Burri erklärt. Die Gemeinde subventioniert sie. «Es ist uns wichtig, dass die Kinder tolle Skilager besuchen können», so Burri. Zudem wolle man auch Kindern von Familien, die weniger Geld zur Verfügung haben, eine gute Gelegenheit bieten, Ski zu fahren. Auch in den anderen Gemeinden liegt der Beitrag in einem ähnlichen Rahmen. In Unterägeri etwa zahlen die Schüler dieses Jahr um die 300 Franken.

Die Aktivitäten in den Lagern beschränken sich dabei häufig nicht nur auf Ski- oder Snowboardfahren. «Die Schüler können auch andere Sachen machen und ausprobieren, wie schlitteln, Airboard fahren, langlaufen und einiges mehr», sagt der Unterägerer Rektor Schönbächler. Die Lagerhäuser sind meist über mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte dieselben. Hünenberg hatte sich zudem vor Jahren mit einem zinslosen Darlehen beim Bau zweier Lagerhäuser in Elm und Parsonz beteiligt. So hat die Gemeinde nun das Recht auf die Benützung dieser Häuser während der Sportferien.

Die Lehrer haben die Wahl

Auch die Leitung dieser Skilager ist in den Zuger Gemeinden gesichert. «Bei uns ist es für die Lehrpersonen Pflicht, in der ersten Woche der Sportferien zu arbeiten», lässt der Unterägerer Rektor Erich Schönbächler wissen. Den Lehrern stünde es jeweils offen, ob sie sich zu Hause an der Sportwoche beteiligen oder in eines der Lager fahren. Diese Pflicht gilt auch für alle anderen Lehrer im Kanton Zug, wenn es die jeweilige Gemeinde fordert.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.