SCHULE: Zuger Primarlehrer werden Fächer-Allrounder

Die Zuger Primarlehrer sollen zu Fächer-Allroundern werden. Der Kantonsrat will, dass sie an der Pädagogischen Hochschule künftig für den ganzen Fächerkatalog ausgebildet werden, nicht nur für einen Teil.

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Werkunterricht in einer dritten Primarschul-Klasse. (Bild: Keystone)

Werkunterricht in einer dritten Primarschul-Klasse. (Bild: Keystone)

Wer heute die Pädagogische Hochschule Zug besucht, ist nach der Ausbildung keine "vollständige" Primarlehrkraft: Statt alle zehn Fächer können die jungen Lehrerinnen und Lehrer maximal deren acht unterrichten. Alleine eine Klasse zu übernehmen, ist so nicht möglich.

Weil es pro Schulklasse immer mindestens zwei Lehrkräfte braucht, entsteht bei den Gemeinden grosser organisatorischen Aufwand. Die Eltern haben zudem immer mehr als einen Ansprechpartner.

Die SVP forderte deshalb in einem Vorstoss, dass die Primarlehrer-Ausbildung geändert wird. Sowohl der Kantonsrat als auch der Regierungsrat unterstützten die Forderung.

Wie Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) sagte, werde er die Änderung an die Hand nehmen. Sie dürfe im Vergleich zum heutigen System aber keine Mehrkosten verursachen.

Läuft alles nach Plan, können die Zuger Lehrer-Anwärterinnen und -Anwärter die neue Ausbildung ab dem Schuljahr 2016/2017 besuchen. Der Kanton Zug folgt mit der Generalisten-Ausbildung dem Kanton Schwyz, der dieses System bereits kennt. (sda)