SCHULEN: «Bussen drücken gewisse Hilflosigkeit aus»

Geldstrafen für Eltern, die die Erziehung ihrer Kinder vernachlässigen? In Zug kommt die Idee nicht gut an.

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Bildungsdirektor Patrick Cotti. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Bildungsdirektor Patrick Cotti. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

«Insgesamt setzt man im Kanton Zug bei sozialen Problemen mehr auf Hilfe und Unterstützung als auf Sanktion und Strafe. So wird versucht, zusammen mit den Eltern Lösungen zu erarbeiten», sagt Markus Kunz, Leiter der Abteilung Schulaufsicht. Auch Bildungsdirektor Patrick Cotti hält wenig von Geldbussen: «Eine Busse ist das letzte Mittel und drückt eine gewisse Hilflosigkeit aus.»

Für Cotti geht das Schulgesetz, in dem seit August 2007 auch Rechte und Pflichten von Eltern und Schülern festgehalten sind, weit genug. «Gibt es Probleme mit Schülern, braucht es Gespräche mit den Eltern. Denn nur wenn sie einsehen, dass Handlungsbedarf besteht, wird sich etwas ändern.» Verweigern die Eltern die Zusammenarbeit, ist der Grund oft eine Überforderung. Auch in solchen Fällen bringt Unterstützung mehr als Sanktionen.»

Nelly Keune

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.