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SCHULEN: Turnen statt Verletzungspause

Der Kanton will, dass sich Kinder auch nach einem Unfall ausreichend bewegen. Beim entsprechenden Programm müssen nun noch die Ärzte mitmachen.
Turnen soll auch für Schüler mit Verletzungen teilweise möglich sein. (Symbolbild: Werner Schelbert)

Turnen soll auch für Schüler mit Verletzungen teilweise möglich sein. (Symbolbild: Werner Schelbert)

Der Fall, dass ein Schüler beim Turnunterricht aufgrund einer Verletzung während Wochen nur zuschauen kann, soll im Kanton Zug bald der Vergangenheit angehören. Um dies zu erreichen, läuft seit zwei Jahren das Projekt «activdispens.ch – bewegen trotz Sportdispens». Dieses funktioniert folgendermassen: Es gibt für den Arzt ein fixes Formular für die Teildispens. Und für die Turnlehrer sind 54 verschiedene Übungen entwickelt worden, welche trotz Verletzungen ausgeführt werden können.

Bisher wird diese Möglichkeit aber von Seiten der Hausärzte noch zu wenig angewendet, wie der stellvertretende Kantonsarzt Hanspeter Kläy mitteilt.

Der befürchtete Zusatzaufwand hemmt

«Das Problem ist, dass die Hausärzte schon viel zu tun haben. Sie haben Angst vor zusätzlicher Bürokratie.» Kläy, der selber auch als Hausarzt arbeitet, ist aber überzeugt, dass man sich schnell an die Verwendung dieses Formulars gewöhnen kann. «Auch ich war am Anfang skeptisch. Doch wenn man es einige Male gemacht hat, geht es ganz schnell.»

Ziel des Projektes sei, dass Kinder und Jugendliche nach einem Unfall oder einer leichten Erkrankung schnell wieder zu Bewegung kämen. «In Zeiten von Smartphones und Fernsehen ist es wichtig, gegen die Bewegungsarmut vorzugehen», so Kläy. Und der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister ergänzt: «Wenn wir grössere vollständige Unterbrüche der Aktivitäten vermeiden können, ist allen gedient.

Gemäss dem Kanton hat die Auswertung des Projektes ergeben, dass die Sportlehrer froh über das Programm sind. «Sie mögen diese Teildispensen, da sie so genau wissen, was der Schüler im Sportunterricht noch kann und darf», so Kläy.

Der Kanton will jetzt weiter in die Offensive gehen und hat nun dazu alle Zuger Ärzte in einem Schreiben über das Formular informiert.

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

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