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Schulferien: Arbeiten oder freinehmen?

Am Samstag beginnen im Kanton Zug die Sommerferien. Während die Einen mit dem Strom schwimmen und freinehmen, finden es die Andern die beste Zeit zum Arbeiten. Zwei Redaktorinnen erzählen, wie sie es halten.
Andrea Muff.

Andrea Muff.

Die Sommerferien verbringe ich am liebsten arbeitend im Büro. Natürlich ist es schöner, sich am See zu sonnen und kurz vor dem Kollaps ein erfrischendes Bad im See zu nehmen. Natürlich ist es auch schöner, etwa auf meinem Lieblingscampingplatz in Südfrankreich ein kühles Bier zu trinken und zu beobachten, wie sich andere Camper beim Zeltaufstellen abmühen.

Aber: So romantisch ist es in den Sommerferien dann doch nicht. Meist liegen nämlich die Badegäste Tuch an Tuch am See – ähnlich wie die Würste am Abend auf dem Grillrost. Mit der Ruhe ist es endgültig vorbei. Der Ball der «Beachball» spielenden Tüechli-Nachbarn schlägt einem regelmässig das Buch aus der Hand, irgendein Kind schreit bestimmt nach seinen Eltern und als wäre das nicht genug, wird man vom Tüechli-Nachbarn paniert, sobald er das Badetuch ausschüttelt.

Dann ist es im Büro friedlicher: Nur wenige arbeiten, es ist ruhig und man kommt wesentlich schneller vorwärts. Der Pendlerverkehr fällt fast weg, das Mittagessen erhält man fast ohne Schlange stehen und auch die Mailschreiber halten sich zurück. Friedlich. Grillfeste und Baden im See sind dann am Abend möglich.

Für mich ist es Ehrensache, dass ich die Schulferien an meine Gspändli mit Familie abtrete. Ich geniesse die leeren Strände dann früher – oder später.


Zoe Gwerder.

Zoe Gwerder.

Sommerferien! Endlich stehen sie vor der Tür. Und mit ihnen die Vorfreude auf die eigenen Ferien, denn ja, ich nehme am liebsten während der Sommerferien frei.

Natürlich wäre auch mir lieber, es hätten nicht alle gleichzeitig Ferien – auch ich mag überfüllte Badis und Freizeitanlagen nicht. Und wie Kollegin Muff, finde auch ich es sehr angenehm, wenn wenig Verkehr auf den Strassen unterwegs ist und am Mittag keine Kantischüler-Welle die Migros flutet.

Doch diese Vorzüge kann ich während der Ferien im Herbst, Winter und Frühling auskosten. Aber, was diese alle nicht haben: den Sommer. Mit heissen Tagen auf dem Campingplatz und einem abkühlenden Sprung in den See – beides nur im Sommer möglich. Natürlich dauert der Sommer nicht nur diese sechs Wochen – aber ehrlich gesagt oft auch nicht viel länger. Im Juni kann es nochmals dermassen kalt werden, dass man meinen könnte, es sei März. Und sind die Sommerferien Mitte August vorbei, neigt sich der Sommer merklich seinem Ende entgegen.

Deshalb nehme ich die Menschenmassen in Kauf und nehme im Sommer während der Schulferien frei – was ich seit einiger Zeit auch nicht mehr hinterfrage. Denn nur so kann ich meine Ferien gemeinsam mit meiner Familie verbringen.

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