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Schulhaus Loreto Zug: Nostalgischer Rückblick

Vor 50 Jahren wurde die Oberstufenschule Loreto in Betrieb genommen. Viele Ansichten haben sich geändert – einige aber ändern sich wohl nie.
Daniela Sattler
«Spiele wie vor 50 Jahren»: Die Schulanlage Loreto ist 50 Jahre alt und feierte dieses besondere Jubiläum mit einem Festanlass. (Bild: Maria Schmid, Zug, 27. September 2019)

«Spiele wie vor 50 Jahren»: Die Schulanlage Loreto ist 50 Jahre alt und feierte dieses besondere Jubiläum mit einem Festanlass. (Bild: Maria Schmid, Zug, 27. September 2019)

Die Oberstufenanlage Loreto stand am Freitag ganz im Zeichen ihres 50-Jahr-Jubiläums. Das Nachmittagsprogramm, das unter anderem «Spiele wie vor 50 Jahren» oder Führungen in den «Katakomben» der weitläufigen Schulanlage beinhaltete, begeisterte die rund 400 Schülerinnen und Schüler. Bereits kurz nach 13 Uhr herrschte bei der aus fünf Trakten bestehenden Schulanlage emsiges Treiben. Blaue und weisse Luftballons zierten das Areal, und auf dem Pausenplatz wurden Tische und Festbänke aufgestellt.

«Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit», waren Neil Armstrongs Worte bei der ersten Mondlandung. Ein echt grosser Schritt war für Doris, eine ehemaligen Schülerin, im selben Jahr das erstmalige Betreten der neuen Oberstufenanlage. Bevor dieses 1969 in Betrieb genommen wurde, wurden die Oberstufenschüler nämlich in verschiedensten Schulhäusern der Stadt Zug unterrichtet.

«Eine Zusammenlegung der Oberstufe drängte sich damals aus organisatorischen und schulischen, aber auch finanziellen Gründen auf», so Hugo Hayoz, Prorektor Sekundarstufe I. Er entführte die Schüler in der Aula an diesem Nachmittag auf eine kleine nostalgische Zeitreise. Notizen der besagten Doris zu ihrem ersten Schultag und an die Leinwand projektierte Bilder bereicherten den Rückblick.

Viele wunderbare Menschen

Die damals ebenfalls aufgrund der wachsenden Schülerzahl errichtete Anlage stösst mit 24 Klassen der Sekundar- und Realschule, mit über 400 Schülerinnen und Schülern sowie 60 Lehrpersonen inzwischen an die Grenzen ihrer Kapazität und kann nicht mehr «zu einer der modernsten Schulanlagen der Schweiz» gezählt werden. Die Ansichten ändern in 50 Jahren. Oder vielleicht doch nicht alle?

«Das Gebäude habe ich eher als eine kalte und dunkle Einrichtung in Erinnerung», so die inzwischen wohl 65-jährige Doris in ihren Erinnerungen. «An einem dunklen Novembermorgen kann einem die Welt in der Passage zwischen den Trakten eins und zwei noch grauer und trüber erscheinen, als sie es sonst schon ist», bestätigte der Prorektor in seiner Festrede. «Man gewöhnt sich daran, und man tut ja einiges, um etwas daran zu ändern», meinte derweil Ella Bartulović, Real 3b. Doch eine Ansicht ändert sich wohl nie. «Die Menschen, die das Gebäude bevölkern, sind mir wichtiger», so Doris. Hugo Hayoz pflichtet bei: «Wenn ich im Loreto ein und aus gehe, freue ich mich jeden Tag, dass ich so vielen wunderbaren Menschen begegne.»

Mit einem coolen Auftritt des Rappers Knackeboul wurden die Schülerinnen und Schüler nach der Festrede belohnt. Vielleicht nicht so cool, aber nostalgisch und spannend waren die «Spiele wie vor 50 Jahren». «Murmeln haben alle schon gesehen, aber was man damit machen kann, haben viele nicht gewusst», so Joëlle Wiget, schulische Heilpädagogin, beim «Murmeln spicken».


Schulanlage Loreto stösst an Kapazitätsgrenze

(mua) Die Schulanlage Loreto in der Stadt Zug feiert bereits das 50-Jahr-Jubiläum (siehe Haupttext). Seit der Eröffnung wurde die Anlage, bis auf zwei Pavillons, die bis heute benutzt werden, nie erweitert. Mit aktuell 24 Real- und Sekundarschulklassen, 410 Schülerinnen und Schülern sowie 60 Lehrpersonen stösst die kooperative Oberstufe an ihre Kapazitätsgrenze. Aus diesem Grund soll die Anlage erweitert werden. Dafür beantragt der Stadtrat beim Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) einen Wettbewerbs- und Projektierungskredit von rund 1,5 Millionen Franken (Ausgabe vom 23. August 2019).

Besprochen wurde die Vorlage in der Bau- und Planungskommission (BPK) sowie in der Geschäftsprüfungskommission (GPK): Beide Kommissionen empfehlen den Stadtparlamentariern ohne Gegenstimmen, den Kredit zu sprechen. Dem Bericht und Antrag der GPK ist zu entnehmen, dass die Stadt bei der Sitzung erläuterte, dass mit dieser Vorlage am Standort Loreto keine weiteren Provisorien nötig sein werden, «wenn der politische Prozess wie geplant eingehalten werden kann». Der Terminplan sieht wie folgt aus: Nach der Projektierungsphase, dem Antrag für den Baukredit und der Volksabstimmung im Mai 2021 soll der Baustart für Frühling 2022 und der Bezug für Herbst 2024 geplant werden. Das Geschäft ist morgen Dienstag im GGR traktandiert.

Eine Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass auf der Schulanlage Platz für einen Erweiterungsbau ist. Das bestehende Platzangebot reicht für drei mögliche Varianten. Einerseits könnte der Erweiterungsbau auf dem bestehenden Parkplatz am oberen Bereich der Loretostrasse zu stehen kommen, andererseits auf dem Parkplatz an der Löberenstrasse neben dem Tartanfeld. Und die dritte Variante, welche der Stadtrat favorisiert, sieht den Erweiterungsbau im Bereich der Böschung zwischen den beiden südlichen Trakten und dem grossen Sportfeld vor. Grob geschätzt rechnet die Stadt mit Gesamtkosten von 14,2 Millionen Franken.

Das würde bedeuten, dass vier Klassen mehr Platz hätten – also insgesamt 32 Klassen. «Dann hätte man aber fehlende Sportkapazitäten, die man lösen müsste», heisst es weiter. Die Variante mit dem Zusatzgeschoss soll im Wettbewerb integriert werden und im Rahmen des Baukredits könne man dann entscheiden, wie gebaut werden soll. Die GPK hält fest, dass bei der Frage «Zusatzgeschosse» weitsichtig gedacht werden müsse, dies sei «auf die Länge die kostengünstigste Variante für den Steuerzahler».

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