SCHULPSYCHOLOGIE: Sieben Experten beraten über ein Schulkind

Sie stottern, streiten oder bringen keinen Purzelbaum zustande: Häufig landen solche Kinder beim Schul­psycho­logen. Und die Fälle werden immer komplizierter.

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(Karikatur Jals)

(Karikatur Jals)

«Die Anmeldezahlen steigen», sagt Peter Müller, Leiter des Schulpsychologischen Dienstes des Kantons Zug. Im Schuljahr 2009/2010 wurden 770 Zuger Kinder (Kindergarten, Primarschule, Sekundar­schule) «abgeklärt», 7,5 Prozent aller Schüler. Sorgen bereitet Müller auch «die sehr viel komplexeren Störungsbilder als noch vor 5 Jahren». Kinder können schlecht lesen, rechnen oder sie streiten, gliedern sich nicht ein – in unterschiedlicher Kombination. «Das führt dazu, dass bis zu sieben Experten aus verschiedenen Fachereichen über ein Kind beraten», sagt Müller.

Einen kritischen Blick auf diese Situation wirft Kinderarzt und Buchautor Remo Largo. Die Toleranz gegenüber den natürlichen Schwächen eines Kindes sinke laufend. Man müsse die Kinder so akzeptieren, wie sie sind. Largo: «Aber dazu sind offenbar weder Eltern noch Lehrer bereit.»

Kari Kälin/sab

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.