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Schulreisen und Lager im
Kanton Zug ungefährdet

Ein Bundesgerichtsurteil sorgt für Unsicherheit in Sachen Schulkosten. Die Antworten der Regierung auf zwei Interpellationen bringen Klarheit, wie sich die Situation im Kanton Zug darstellt.
Charly Keiser
Die Schülerreise ist einer der Höhepunkte im Schuljahr. (Bild: Archivbild: Manuela Jans (3. Juni 2014))

Die Schülerreise ist einer der Höhepunkte im Schuljahr. (Bild: Archivbild: Manuela Jans (3. Juni 2014))

Sollen den Eltern von Schülern während deren obligatorischer Schulzeit keine Kosten aufgebürdet werden, oder für was und wie viel dürfen die Eltern zur Kasse gebeten werden? Um diese Fragen drehen sich zwei Interpellationen, deren Beantwortung gestern im Kantonsrat zu einer hitzigen Debatte führte. Der Grund der Vorstösse ist ein Bundesgerichtsurteil vom letzten Dezember, das schweizweit für Aufsehen und Verunsicherung geführt und besagte Kostenfragen zum Thema hat.

Zuger Zahlen halten stand

«Die aktuellen Zuger Zahlen, die allesamt aus der Zeit vor dem Bundesgerichtsurteil stammen, halten samt und sonders dem Gerichtsurteil stand», stellte sich Beni Riedi (SVP/Baar) hinter Schuldirektor Stephan Schleiss: «In jeder Gemeinde gibt es unkomplizierte Lösungen, um einkommensschwache Familien zu schützen. Das ist wichtig.»

Auch Andreas Hostettler (FDP/Baar) befand, dass das Bundesgerichtsurteil die Handhabung in den Zugergemeinden bestätige. «Die Zukunft der Klassenlager und Schulreisen sind in Zug nicht gefährdet.»

Für und wider die integrative Schule

Wie hoch ist der Nutzen der integrativen Förderung auf der Sekundarstufe I? Dies wollte Daniel Stadlin (GLP/Zug) in einer Interpellation vom Regierungsrat wissen. Peter Letter (FDP/Oberägeri) und Jürg Messmer (SVP/Zug) platzierten kritische Bemerkungen. «Die SVP ist kein Freund der integrativen Schule, die seit 20 Jahren nicht wirklich gut funktioniert», sagte Messmer und fügte an: «Es kann doch nicht sein, dass wie in der Stadt Zug jeder fünfte Schüler eine Förderung bekommt.»

Ihr Fazit sei, dass die Tiefe und Breite der Integration überdacht werden müsse, sagte Letter. Und auch Barbara Häseli (Baar) bemerkte für die CVP, dass die Sichtweise des Regierungsrats im Gegensatz zu Erfahrung Anwesender stünde. ALG und SP bekannten sich zwar zur integrativen Schule, doch sogar Zari Dzaferi (SP/Baar) bekannte, dass wohl in einigen Fällen Kleinklassen bessere Ergebnisse bringen würden. (kk)

Die Abklärungen bei den gemeindlichen Schulen und den Gymnasien hätten gezeigt, dass die Thematik in der Praxis keine hohen Wellen werfe, also kein Problem darstelle, sagte Laura Dittli (CVP/Oberägeri). «Da auch die gesetzlichen Grundlagen gegeben sind, steht einer Fortsetzung der bisherigen Praxis nichts im Wege.»

Es sei nicht zulässig, dass Eltern beliebig zur Kasse gebeten werden könnten, betonte Andreas Hürlimann (ALG/Steinhausen) und pochte im Namen seiner Fraktion auf die Kostenlosigkeit der obligatorischen Schule und der fakultativen Ausflüge und Lager.

Zugerberg statt Wallis

Zari Dzaferi (SP/Baar) befand: «Hier wird versucht, Kosten abzuwälzen. Er betonte, dass er Lehrer sei und seine Schüler sich das Geld für Reisen erarbeiten müssten. «So entscheidet sich dann, ob es für einen Ausflug auf den Zugerberg oder ins Wallis reicht.» Rita Hofer (ALG/Hünenberg) findet: «Es scheint, als ob wir die Geister, die wir mit der Digitalisierung gerufen haben, nicht mehr wegbringen.» Das koste Geld und es sei wichtig, dass nicht ärmere Familien dafür zur Kasse gebeten würden. Sie rechnete vor, was Computer, Lager und Reisen für eine dreiköpfige Familie kosten. Schleiss dankte und befand: «Ich bin froh, dass unsere Antworten Klarheit schaffen.»

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