SCHULWESEN: Lesen und Schreiben geniessen hohe Priorität

Die Zuger Regierung gibt Schulen und Schülern grundsätzlich gute Noten. Eine Partei befürchtet eine gestörte Wahrnehmung.

Freddy Trütsch
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Regierungsrat Stephan Schleiss: «Wir wissen, was die gute  Schule braucht.» (Bild: pd)

Regierungsrat Stephan Schleiss: «Wir wissen, was die gute Schule braucht.» (Bild: pd)

Regierungsrat Stephan Schleiss: «Wir wissen, was die gute  Schule braucht.» (Bild: pd)

Regierungsrat Stephan Schleiss: «Wir wissen, was die gute Schule braucht.» (Bild: pd)

Aus Sicht von Bildungsdirektor Stephan Schleiss ist es grundsätzlich gut um die Zuger Schulen bestellt. Allerdings dürfe die hohe Qualität des Schulwesens aber nicht zum Zurücklehnen verleiten, heisst es in seinem Schreiben an die Parteileitung der kantonalen FDP. Sie hat mit einer Petition für den Abbau der Bildungsbürokratie zu Gunsten eines besseren Schulunterrichts geworben.

«Gut bleibt, wer besser wird», antwortet Schleiss. Allerdings sei auch die Offensive keine Bewegungsform, die dem Stand des Zuger Schulwesens gerecht werde. Das Ergebnis von zu viel Sturm und Drang seien Entscheide, «deren Rückgängigmachung Jahre in Anspruch nehmen».

Wirtschaft sieht das anders

«Wir wissen, was die gute Schule braucht», stellt der Regierungsrat fest und treibt damit dem FDP-Parteipräsidenten Jürg Strub den Puls in die Höhe. Wenn man damit sagen wolle, dass es der FDP und der Wirtschaft an diesem Wissen fehle, dann gelte es diese gestörte Wahrnehmung zu korrigieren. Strub: «Gewerbe und Wirtschaft stellen nämlich seit Jahren fest, dass die Schulabgänger wesentliche Mängel im Deutsch und Rechnen haben.»

 

Die Pisa-Studie stellt fest: Die Schüler sind sehr gut in Rechnen, Lesen und Schreiben. Im Bild: Zwei Schülerinnen beim Malen in der Schule Hünenberg. (Bild: Alexandra Wey / Neue ZZ)

Die Pisa-Studie stellt fest: Die Schüler sind sehr gut in Rechnen, Lesen und Schreiben. Im Bild: Zwei Schülerinnen beim Malen in der Schule Hünenberg. (Bild: Alexandra Wey / Neue ZZ)