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Das Schützenfest im Kanton Zug stand im Schatten der Politik

Zahlreiche Schützen massen sich am vergangenen Wochenende im Kanton Zug in den Disziplinen Gewehr- und Pistolenschiessen. Auch viele Jungschützen waren dabei, ebenso deutlich mehr Frauen als früher.
Bernhard Gross*

Natürlich war die Abstimmung vom 19. Mai beim Kick-off und bei den Schützen spätestens beim geselligen Zusammensein das beherrschende Thema. Das Feldschiessen startete am Freitag im Choller in Zug unter der Schiessleitung des durchführenden MSV Zug. Bei tadellosem Schiessbetrieb konnten die eingeladenen Gäste ihre Schiesskünste erproben.

Der Tradition folgend lud dieses Jahr der MSV Walchwil zu Standortbestimmung und Imbiss auf dem schönsten Schiessstand des Kantons ein. Leider ist dort aus Lärmschutzgründen seit 2004 Ende Feuer, aber die Lage mit Aussicht über den nördlichen Zugersee und die Zentralalpen sucht ihresgleichen.

Hochrangige Gäste

Es ist immer eine grosse Ehre für den Kantonalschützenverband, Mitglieder der Regierung, Mitglieder der zuständigen Ämter und die für den Kanton zuständigen Schiessoffiziere sowie weitere Gäste begrüssen zu dürfen.

Im Beisein zahlreicher Ehrenmitglieder des ZKSV wie Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Beat Villiger, Leiter Amt für Zivilschutz und Militär Urs Marti, den Schiessoffizieren Maj René Wild (Eidgenössischer Schiessoffizier SK 16) und Hauptmann Christoph Lanz (Präsident der Schiesskommission Zug) und Vertretern der Gemeinde Walchwil, sprach sich der Präsident des ZKSV, Heinz Hunziker, in seiner Begrüssungsansprache für eine positive und vorwärtsschauende Verarbeitung des für viele in der Schützengemeinde enttäuschenden Volksentscheides aus: «Wir grenzen keinen aus, der Schiesssport ist für alle.»

Mehr Junge und mehr Frauen

In seiner Replik unterstrich Regierungsrat Villiger, dass man zuständigen Ortes wisse, was man an den Schützen, ihren Organisationen und ihren Traditionen habe und eine wohlwollende Unterstützung des ausserdienstlichen Schiesswesens auch in Zukunft gewährleistet sei. Der Abend wurde dann mit einem absolut perfekten Pot au feu aus der Küche des Meisters Paul Rub sowie vielen Gesprächen und Diskussionen abgeschlossen. Dem organisierenden MSV Walchwil sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt.

Ein Wandel ist sichtbar. Es gibt eine junge, ja sogar jugendliche und auch weibliche Schützengemeinde. In den Pistolen- und Gewehrständen sah man allenthalben Mädchen und Frauen mit ihren männlichen Kollegen konkurrieren. In Baar nahm die ehemalige Jungschützin Melanie Tanner auch gleich ihre Freundin Jasmine Groleau mit. Im Pistolenstand Choller, mit kompetenter Schiessleitung durch Robert Ascher, gab es zeitweise ein richtiges Gedränge. Das gleiche Bild im Gewehrstand der Schützen Aegerital-Morgarten. Der Wermutstropfen: Bei den im Berufsleben eingespannten mittleren Jahrgängen mit Familien sind doch schmerzliche Lücken sichtbar.

Straffe Organisation

Auch sonst können Frauen den Meister zeigen: Die junge Präsidentin der FSG Neuheim, Gabriela Duss, schmeisst nicht nur das Büro sondern setzte mit 69 Punkten auch gleich eine Bestmarke. Leistung unter Druck nennt man das. Der Pistolen-Schiessbetrieb auf dem Boden im Aegerital ist wie immer straff organisiert. Muss er auch bei bereits 272 Schützen um 2 Uhr am Samstag. Die vom umsichtigen Baarer JS-Leiter Thomas Scheibmayr gecoachten 25 Jungschützen schiessen nicht nur mit dem Gewehr sondern, dank eines Einführungskurses, zur Hälfte auch mit der Pistole.

Allen Chargen aller beteiligten Vereine gebührt Lob und Dank für die unfallfreie und erfolgreiche Durchführung dieses Grossanlasses.

*Hinweis
Bernhard Gross ist Mitglied der Pistolenschützen Baar und der Schützengesellschaft der Stadt Baar. Im Auftrag des Kantonalvorstandes übernimmt er die Berichterstattung über das Feldschiessen im Kanton Zug.

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