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Hünenbergs am besten erhaltenes Ensemble soll erhalten bleiben

Die geplante Ortsbildschutzzone Wart in Hünenberg soll dafür sorgen, dass das historisch bedeutende Gebiet erhalten bleibt. Neubauten sind kaum vorgesehen.
Raphael Biermayr
Der «Wartstein» (Mitte) soll als Restaurant erhalten bleiben, für die Nutzung des Waschhauses (rechts) sind Ideen vorhanden. (Bild: Stefan Kaiser (Hünenberg, 24. Juli 2018))

Der «Wartstein» (Mitte) soll als Restaurant erhalten bleiben, für die Nutzung des Waschhauses (rechts) sind Ideen vorhanden. (Bild: Stefan Kaiser (Hünenberg, 24. Juli 2018))

Es mutet erstaunlich an, dass derzeit lediglich ein Gebäude aus dem Gebiet Wart (siehe Karte) unter Denkmalschutz steht: Das sogenannte Gesellenhaus, das nach einem Brand im Jahr 1702 wiederaufgebaut wurde und das Restaurant Wart beherbergt. Diese Alleinstellung soll sich nach dem Wunsch der Korporation Hünenberg ändern. Ihr gehören neben dem Gesellenhaus weitere Gebäude im Gebiet, das drei Gebäudegruppen umfasst: Wart, Wartstein und Wartrain.

Eine Ortsbildschutzzone soll dafür sorgen, dass einschneidende Veränderungen in dieser für Hünenberg geschichtsträchtigen Gegend ausbleiben. Was genau geplant ist, ist im Planungsbericht auf der Website der Gemeinde zu sehen. Die gesamten Unterlagen lagen zudem bis zum 15. Juli öffentlich auf. Nach Auskunft der Bauabteilung sind keine Einwendungen eingegangen.

Auch der Lindenplatz gehört zum Bild

In der Wart ist kein Mini-Ballenberg geplant, denn: Der Erhalt der Gebäude im Gebiet «ist nur möglich, wenn die Gebäude noch gebraucht werden – andernfalls drohen diese zu verfallen», steht im Planungsbericht, den die Gemeinde in Auftrag gab. Für die einzelnen Gebäudegruppen ist in Zusammenarbeit mit dem Denkmalpflege Folgendes vorgesehen:

Wart. Das Gesellenhaus und das – bereits ins Inventar der schützenswerten Denkmäler aufgenommene – Schützenhaus sowie das Forstmagazin sollen erhalten bleiben. Das Nebengebäude beim Wald hingegen könnte einem Neubau weichen. Ebenfalls Bestandteil der Schutzzone werden soll der Lindenplatz. In der Alten Eidgenossenschaft schworen die Hünenberger dem Vogt aus Zug dort die Treue.

Wartstein. Das dortige Restaurant soll in dieser Funktion weiterbestehen. Es weckt bei älteren Hünenbergern Erinnerungen, weil es bis zum Bau des Gemeindesaals 1975 den einzigen grossen Veranstaltungsraum in der Gemeinde beherbergte. Für das leer stehende Waschhaus, das auf der gegenüberliegenden Strassenseite liegt, sind im Planungsbericht Ideen für die künftige Nutzung aufgeführt: als Fonduestübli des Restaurants, für Wohnzwecke oder für Kulturangebote. Die erst 2007 umgebaute Scheune soll ebenfalls erhalten bleiben. Sie dient zu Wohnzwecken – Menschen wie Pferden.

Wartrain. Die Gebäudegruppe, die im Bericht als «Kleinod» bezeichnet wird, soll nahezu unangetastet bleiben. Es wird festgehalten, dass «grössere bauliche Veränderungen an den Gebäuden nicht zulässig sein sollen». Sowohl das Wohnhaus als auch die Scheune sind bereits im Inventar der schützenswerten Denkmäler. Der dazugehörige Holzschof und das Stöckli rundeten das einheitliche Bild ab.

Gemeindeversammlung wird darüber befinden

Weitere Änderungen soll es im Bereich Umgebungsgestaltung mitsamt Parkplatzsituation geben. Was genau vorgesehen ist, wird einem Plan zu entnehmen sein, der bis zur Gemeindeversammlung im Dezember vorliegen soll. Die Versammlung wird über die Schaffung der Ortsbildschutzzone und die damit verbundenen Änderungen des Zonenplans und der Bauordnung befinden. Und damit entscheiden, ob die eigene Geschichte geschützt werden soll.

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