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Schützenveteranen üben sich im Nationalsport

Rütli- und Morgartenschiessen 2021 gehören der Geschichte an. Nun heisst es wieder «G’schtoche, Bock» in der Schützenstube Niederwil bei Cham.

Für die Zuger Schützenveteranen: Hans-Peter Schweizer
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Jass-Sieger Peter Barmettler (links) unterhält sich mit dem Sieger des diesjährigen Morgartenschiessens Josef Hotz.

Jass-Sieger Peter Barmettler (links) unterhält sich mit dem Sieger des diesjährigen Morgartenschiessens Josef Hotz.

Bild: PD

Aktive Seniorenwanderer und dynamische Schützenveteranen, diese, im Geiste jung gebliebenen «Kaliber» zeigen sich jederzeit überaus gesellig, pflegen eine respektvolle Kameradschaft und sind einem scharfen Jass niemals abgeneigt. Nachdem im März 2020 «Die Königin Corona» das Zepter übernommen hatte, musste der Vorstand um Präsident Willy Näf die Jasssaison 2020/21 als gestrichen erklären.

Nach 20 Monaten «Jass-Abstinenz» fanden sich sage und schreibe 31 jassfreudige Veteranen im Schiesstand Niederwil zum ersten von vier Jassturnieren ein. Dazu gesellte sich auch eine «Amazone». Als ehelich angetraute Ehegattin des Präsidenten avancierte sie zur Freude der 31 Meisterjasser selbstverständlich sofort zur Kronprinzessin. Gespielt wurde wiederum der einfache Schieber mit zugelosten Partnern und somit an vier verschiedenen Tischen, was ein Total von 48 Spielen ergibt. Trumpf, «Undenufe», «Obenabe» – alles einfach gezählt wie üblich in Jasswettbewerben. Die Devise lautete wie an jedem Wettbewerb: Wer heute am meisten Punkte macht, der gewinnt am Schluss die Meisterschaft:

Nach der Begrüssung schwirrten die Karten

In den Begrüssungsworten des Präsidenten befanden sich auch die Dankesworte an den Gastgeber, den Schiesssportverein Cham-Ennetsee, welche vom anwesenden Präsidenten und Mitspieler Peter Arnet mit einem freundlichen «Schnautz-Zwicken» quittiert wurde. Das Wirtepaar Esther und Josef Litschi sorgte jeweils für die sofortige «Befeuchtung der vertrockneten Kehlen». Das «Kampfgericht» bestehend aus Jassleiter Walter Zimmermann, Preisverteiler Willy Näf und Chef Rechencenter Philippe Nell («Was für ein treffender Name an einem Jassturnier») garantierte wiederum für einen reibungslosen wie auch fairen Ablauf des Turniers. Nach erfolgter Auslosung gibt das langjährige «Jassoberhaupt» Walter Zimmermann das Spiel frei, nicht ohne nochmals auf die Jassregeln aufmerksam zu machen. Nach Absolvieren der 12 Runden mit dem ersten Partner ist bei einigen «Athleten» eine erste Ernüchterung anzusehen, andere strahlten einen verhaltenen Optimismus aus, während ein paar wenige fast trunken vor Freude den nächsten Tisch beziehungsweise Partner aufsuchten. Es war faszinierend mit anzusehen, mit welcher Begeisterung um jeden Punkt gekämpft wurde. «Du söttisch wieder emol uf Magglinge, go lehre ablupfe», tönte es von Tisch Sieben, quittiert vom bestbekannten, ansteckenden Lachen des Walchwiler Schützenkameraden Paul Rub.

Prominenz beim Turnier

Das Spezielle beim diesjährigen Novemberturnier war: Der «Morgarten-Schiessen-Sieger 2021» Josef Hotz sowie der Vierte in der Rangliste am Morgarten, der Zuger Felix Arnold, waren sich nicht zu schade, an diesem prestigeträchtigen Jassturnier teilzunehmen. Beim Interview meinte Hotz humorvoll: «Das Schiessen liegt mir doch noch etwas besser als das Jassen, doch als Kombinierer könnte noch einiges drinliegen.» Nach den 48 spannenden Runden setzte sich ebenfalls ein «Jünger» Morgartens durch, nämlich Peter Barmettler. Und dies mit dem respektablen Punktekonto von 4251 Punkten, was einem Durchschnitt von fast 89 Punkten pro Partie entspricht. Nach der erfolgten Rangverkündigung lud Walter Zimmermann zu einem «Schützen-Zvieri» ein, und Paul Rub komplettierte den Vorabend mit seinem bereits legendären Nussgipfel, gebacken selbstverständlich nach dem Rezeptbuch «PaulyRuby».

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