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Schwerarbeit vor dem Musikgenuss

Das Wochenende vom 2. und 3. Juni gehört ganz den Musikanten. Das 7. Zuger Musikfestival macht in der Gemeinde halt. Es ist ein Wiedersehen nach 40 Jahren.
Ruedi Burkart
Sie arbeiten im Schweisse ihres Angesichts: die Mitglieder der Musikgesellschaft Hünenberg. (Bild: Werner Schelbert, 28. Mai 2018)

Sie arbeiten im Schweisse ihres Angesichts: die Mitglieder der Musikgesellschaft Hünenberg. (Bild: Werner Schelbert, 28. Mai 2018)

Rückblende: Als sich die Zuger Musikvereine letztmals in Hünenberg trafen, grüsste die Disco-Combo Boney M. mit ihrem Hit «Rivers of Babylon» von Platz 1 der Schweizer Radiohitparade, machte sich Argentinien an der Fussball-WM im eigenen Land auf zum Titelgewinn und rannte ein Mädchen namens Regula Hürlimann nach eigenen Angaben «der Musik hinterher».

Das war im Juni 1978. Das kantonale Musikfest – so die damalige Bezeichnung – gastierte letztmals in Hünenberg und klein Regula wohnte damals noch in Goldau. Lang, lang ists her.

Seit jener Zeit ist die Welt eine andere geworden. Viele Dinge haben sich geändert. Eines jedoch ist gleich geblieben. Regula Hürlimann, 1991 zog sie nach Hünenberg und seit 2011 ist sie Gemeindepräsidentin, ist immer noch von der Musik begeistert. Darum hat sie das Amt der OK-Chefin für das 7. Zuger Musikfestival in ihrer Gemeinde übernommen, als sie angefragt worden war.

«Ich habe mit einem guten Gefühl zugesagt», blickt Hürlimann zurück, «für eine solche Sache engagiert man sich gerne». Apropos: Seit über zwei Jahren arbeitet ein zehnköpfiges Organisationskomitee auf das kommende Wochenende hin. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 3000 Besucherinnen und Besuchern pro Tag. Die 450 Musikantinnen und Musikanten sind da noch nicht eingerechnet.

Seit Samstag wird mit Hochdruck gearbeitet

Damit das Festgelände in der Region Schulhaus Ehret/Saal Heinrich von Hünenberg pünktlich hergerichtet ist, wird seit vergangenem Samstag mit Hochdruck gearbeitet. «Wir sind begeistert vom Einsatz unserer Mitglieder. Alle packen mit an, es ist eine wahre Freude», lobt Theres Moos, Co-Präsidentin der Musikgesellschaft Hünenberg und Finanzchefin des Musikfestivals, während des gestrigen Besuchs des Journalisten.

Während Moos im Schweisse ihres Angesichts mit dem Aufhängen von Werbeblachen beschäftigt ist, verteilen Kollegen eine Lastwagenladung Holzschnitzel auf den Gehweg zwischen Trottoir und Festzelt. Dort, beim Festzelt, steht Nadine Bircher in der noch leeren Küche. «Wir werden bereit sein, wenn die hungrigen Gäste kommen», schmunzelt die temporäre Hünenberger «Wirtschaftsministerin». 60 Tische stehen im Zelt und warten auf die Besucher.

«Wenn die Leute ein wenig zusammenrücken, dann können hier am Wochenende bis 600 Personen sitzen und feiern», rechnet OK-Chefin Regula Hürlimann vor und ergänzt mit einem Schmunzeln: «Bei einem so geselligen Anlass wie einem Musikfest sollte das mit dem nahe zusammensitzen ja eigentlich kein Problem darstellen». Wer im Festzelt keinen Platz mehr finden sollte, kann sich anderweitig verköstigen. Die Kafistube und zwei Imbissstände befinden sich in nächster Nähe.

Quasi als Prolog zum Musikantentreffen steht bereits morgen Mittwochabend ein erster Höhepunkt an: Die Hünenberger Musikanten dürfen anlässlich eines Galaabends auf dem Festgelände ihre neue Uniform einweihen. Nach einem Gottesdienst ist die gesamte Bevölkerung ab 19 Uhr zu einem Apéro und einem Platzkonzert eingeladen. 120000 Franken kostet die massgeschneiderte neue Uniform für die 60 Mitglieder für die Bevölkerung, welche sich die Hünenberger aus Anlass ihres 80-jährigen Bestehens leisten.

Viele grosse und kleine Sponsoren bezahlten einen Obolus und machten die Neuuniformierung damit erst möglich. «Ein Freudentag. Für uns und für alle Hünenbergerinnen und Hünenberger», lächelt Raphael Suter, Co-Präsident der Musikgesellschaft Hünenberg, mit der Frühlingssonne um die Wette. Kurz nur hält er inne. Dann gesellt er sich wieder zu seinen arbeitenden Klubkollegen. Schliesslich sollen bis morgen Mittwochnachmittag die grossen Brocken erledigt sein.

Weitere Informationen: www.zugermusikfestival2018.ch

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