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Zug 94: Schwierige Aufgabe für Daniel Babic

Der 31-jährige Daniel Babic wechselte zu Zug 94, um dem jungen Team zum Erfolg zu verhelfen.
Martin Mühlebach
Seine neue Wirkungsstätte: Daniel Babic im Stadion Herti Allmend. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 19. August 2019)

Seine neue Wirkungsstätte: Daniel Babic im Stadion Herti Allmend. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 19. August 2019)

Daniel Babic erzählt: «Ich war Stürmer beim Erstligisten Thalwil, als mir mein Trainer Ergün Dogru im Sommer 2018 mitteilte, dass er fortan Zug 94 trainieren werde. Da er wusste, dass er eine junge Mannschaft übernehmen würde, bat er mich, ihm zu folgen.»

Babic erfüllte den Wunsch seines Trainers. Er nahm sich vor, seinen jungen Teamkollegen mit Rat und Tat zu helfen. Doch dieses Vorhaben erwies sich schnell einmal als schwieriger als angenommen und erhofft. Zum einen, weil die sehr junge Mannschaft mehrheitlich aus Junioren und Spielern besteht, denen die nötige Erfahrung fehlt. Und ohne diese Erfahrung kann man in der 1. Liga nicht brillieren.

Grosser Name, fehlende Unterstützung

Und zum anderen, weil es an der Unterstützung mangelt. Daniel Babic sagt: «Zug 94 ist ein grosser Name, aber bezüglich der Teambetreuung ist es ein Dorfverein. Das grösste Problem ist, dass wir keinen Physiotherapeuten haben. Wer Blessuren hat, muss externe Hilfe in Anspruch nehmen.» Auch beim übrigen Hilfspersonal herrsche Handlungsbedarf – manchmal sei Hilfspersonal vor Ort – manchmal nicht. Die Folge sei, dass sich der Trainer selbst vor einem Ernstkampf noch um Dinge kümmern müsse, die nicht in seinem Pflichtenheft stünden.

Die Kernaufgabe eines Trainers besteht bekanntlich darin, seine Spieler technisch, taktisch und konditionell zu schulen und zu fördern. Daniel Babic betont: «Ergün Dogru, der das A-Diplom des Schweizer Fussballverbandes besitzt und im Begriff ist, die Uefa-Pro-Lizenz zu erwerben, ist ein hervorragender Trainer. Sein Einsatz zu Gunsten der Mannschaft und des Vereins ist ausserordentlich. Mit seinem Wissen und Können wäre Dogru durchaus im Stande, eine Profimannschaft zu trainieren und zu coachen.»

Ein Tipp für junge Spieler

Es ist nicht zu bezweifeln, dass Daniel Babic genau weiss, wovon er spricht. Der 31-jährige Mann verfügt als Fussballer, als Berufsmann und als Vater des vor neun Monaten geborenen Sohnes Maksim, bereits über viel Erfahrung. Nach seinen ersten fussballerischen Gehversuchen beim FC Adliswil trug er von der U 13 bis zur U 21 die Farben des FC Zürich. «Wie wohl jeder meiner damaligen Teamkollegen träumte ich von einer Profikarriere. Doch dieser Traum platzte, als ich zum 2.-Ligisten Witikon abgeschoben wurde. Ich beschloss, ein Banking- und Finanzstudium in Angriff zu nehmen, das ich erfolgreich abschloss.»

Aufs Fussballspielen habe er aber nicht verzichten wollen. Und so sei er über Red Star Zürich, Oerlikon Polizei Zürich, wo er wieder mit ehemaligen FCZ-Kollegen gespielt habe, und über Seefeld, nochmals Red Star und Thalwil zu Zug 94 gestossen.

Der in Zürich wohnhafte Daniel Babic, der beruflich als Projektmanager in der Finanzbranche tätig ist und mit Oerlikon Polizei Zürich und Red Star den Aufstieg in die nächsthöhere Liga feiern durfte, sagt: «Ich lege jedem Jungen ans Herzen, nebst seiner sportlichen Tätigkeit eine Berufsausbildung zu machen.»

Auf Reisen den Horizont erweitert

Daniel Babic, der sich als Fan der AC Milan outet, bezeichnet die ehemaligen Milan-Cracks Andrew Schewtschenko und Kaka als seine fussballerischen Vorbilder. Doch dann betont er: «Die wirklichen Vorbilder sind mein Vater Milenko und meine Mutter Ivuska, die in Adliswil das Restaurant Sood Matte führen und meine Schwester Daniela, die als Oberärztin im Uni-Spital Zürich arbeitet.

Daniel Babic bezeichnet sich als kollegialen, aufgestellten Typ, der gerne lacht und seine Mitmenschen zum Lachen bringt. Und er verrät: «Ich reise gerne. Ausser Australien habe er bereits alle Kontinente gesehen. Er sagt zu Recht: «Reisen erweitert den Horizont. Man lernt Religionen und Menschen aus verschiedenen Kulturen kennen und verstehen.»

Als er einen Monat lang Südamerika bereist habe, hätte er erlebt, wie die dort zum Teil in Armut lebenden Menschen zufrieden sind. Mehr noch, sie hätten ihr Leben genossen und das Essen mit anderen geteilt, obschon sie selbst nur wenig hatten. «Ich lebe gerne in der Schweiz. Unser Land ist top, aber nach den auf meinen Reisen gesammelten Eindrücke kommt es mir manchmal vor, wie in einem goldenen Käfig zu leben.»

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