Schwimmen
Aurel Achleitner hat für die Junioren-EM noch eine Hürde zu meistern

Der Zuger vom SV Baar tritt Mitte Juni zum Qualifikationswettkampf im Open Water an.

Michael Wyss
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Aurel Achleitner befindet sich in guter Form.

Aurel Achleitner befindet sich in guter Form.

Stefan Kaiser (Baar, 2. Juli 2020)

Aurel Achleitner verfolgt in der laufenden Saison ein grosses Ziel: die Junioren-Europameisterschaft im Open Water Ende Juli in Paris. Der 14-Jährige, der in der Stadt Zug wohnhaft ist und die Kantonsschule besucht, ist Mitglied im Schwimmverein Baar und gehört dem Regionalkader von Swiss Aquatics an. Er muss sich nächste Woche in einem letzten Selektionswettkampf über fünf Kilometer im italienischen Piombino beweisen. Schafft es Achleitner unter die ersten 16 und bleibt unter einer Minute Rückstand auf den Sieger, hat er die Qualifikationsrichtlinien der U15-Kategorie erfüllt. Entscheiden über eine Selektion wird letztlich aber der Schweizer Verband.

Dank der jüngsten Erfolge strahlt Aurel Achleitner eine Menge Zuversicht aus. An der Schweizer Meisterschaft in Uster im April gelang ihm, als einem der jüngsten Teilnehmer, eine Überraschung mit zwei Top-Ten-Platzierungen über 800 und 1500 Meter im Crawl. Zudem wurde der Zuger an der Schweizer Langstreckenmeisterschaft über fünf Kilometer in Bellinzona Mitte Mai Zweiter seiner Altersklasse. Der Sieger ist ein Jahr älter als er.

Einschätzung des Experten

Grossen Anteil an seinen jüngsten Erfolgen haben die Trainer Tobias Gross (Cheftrainer SV Baar) und Micky Tronczik (freiberuflicher Schwimmtrainer). Sie sind ihm eine grosse Stütze im Bereich Führung und Vertrauen. «Er kann ein richtiger Lausbub sein, aber auch sehr pflichtbewusst, fokussiert und seriös, wenn es um seine Ziele geht», sagt Gross, der auch TV-Experte des SRF für Schwimmen ist, über Aurel Achleitner.

Er traue dem Zuger am Selektionswettkampf in Italien einiges zu. «Langdistanzen sind seine Stärke. Er ist ein Kämpfer und hat eine unglaubliche Rennhärte.» Tobias Gross zeigt auf, dass in Open-Water-Wettkämpfen viele Faktoren im Rennverlauf eine Rolle spielten: beispielsweise Wassertemperatur, Wellengang, Wind und Dynamik. «Wenn Aurel an die Europameisterschaft reisen könnte, wäre das für ihn wie auch für den SV Baar ein Highlight», sagt Gross und führt aus: «Es wäre wieder einmal an der Zeit, dass ein Schwimmer des Vereins sich auf internationaler Bühne präsentieren kann.»