SCHWIMMEN: Dem Kanton geht das Wasser aus

Die Zuger Hallenbäder stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. Zu spüren bekommt das nicht nur die Bevölkerung.

Samantha Taylor
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Für einmal hat es im Hallenbad Loreto Platz. Das ist allerdings immer seltener der Fall. (Bild Stefan Kaiser)

Für einmal hat es im Hallenbad Loreto Platz. Das ist allerdings immer seltener der Fall. (Bild Stefan Kaiser)

Das Wasser im Kanton wird knapp. Zumindest jenes in den Hallenbädern. «Wir stossen an Grenzen. Die Nachfrage steigt, aber die Wasserflächen werden nicht grösser», erklärt Guido Ehrler, Bademeister im Hallenbad Herti. Den Grund dafür sieht er einerseits in der wachsenden Zahl der Bevölkerung. Andererseits müsse die Fläche mit immer mehr Anspruchsgruppen geteilt werden. «Schulklassen haben erste Priorität.» Doch nicht nur die wollen schwimmen. Auch die Bevölkerung habe das Bedürfnis, das Bad zu nutzen, und schliesslich seien da noch private Anbieter und Vereine, führt der Bademeister aus.

Vier öffentliche Hallenbäder stehen den rund 115 000 Einwohnern des Kantons zur Verfügung. Zwei davon befinden sich in der Stadt Zug (Loreto und Herti), eines in Cham (Röhrliberg) und eines in Baar (Lättich). Doch überall besteht dasselbe Problem: «Die Öffnungszeiten sind ausgereizt und die Becken oft voll», sagt Hans-Peter Näf, Bademeister im Loreto. «Die Anfragen für die Nutzung unserer Wasserflächen übersteigen das Angebot», bestätigt Bruno Hoppler, Abteilungsleiter Liegenschaften und Sport der Gemeinde Baar. Und Guido Ehrler stellt gar eine klare Forderung: «Es braucht in der Stadt ein drittes Hallenbad.»

Doch davon will die Stadt derzeit nichts wissen. Und auch in Cham und Baar ist kein Ausbau geplant. Entlastung könnte allenfalls das geplante Hallenbad in Oberägeri bringen. Doch bis es soweit ist, wird es noch dauern. Das Projekt wird nämlich erst Ende 2014 dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden.

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