Schwimmen
Erste Baarer Medaille an Schweizer Meisterschaften seit fast zehn Jahren

Leo Verschooten wird an der Kurzbahn-SM über 50 Meter Freistil Zweiter.

Drucken
Teilen
Leo Veschooten auf dem Podest mit Thomas Hallock und Mael Allegrini (von links).

Leo Veschooten auf dem Podest mit Thomas Hallock und Mael Allegrini (von links).

Bild: SV Baar/PD

Der Schwimmverein Baar kehrt mit einer eindrücklichen Ausbeute von den Schweizer Meisterschaften in Sursee zurück: Leo Verschooten gewinnt über 50 Meter Freistil die Silbermedaille und damit die erste Auszeichnung eines Baarer Schwimmers an nationalen Titelkämpfen auf der Kurzbahn seit 2012. Mit Selina Müller und Anina Bruhin erreichen zwei weitere Zentralschweizer Athletinnen eine Finalklassierung unter den besten Acht der Schweiz. Alle drei sind aufgrund ihres Alters eigentlich noch in den Nachwuchskategorien startberechtigt, mischen aber bereits ganz vorne bei der schweizerischen Elite mit – im Fall von Leo Verschooten muss man sogar von europäischer Spitze sprechen.

Generell präsentierte sich die junge und beachtlich grosse Baarer Mannschaft von Cheftrainer Tobias Gross von ihrer besten Seite. Schon am ersten Wettkampftag sorgte Leo Verschooten für einen Paukenschlag: Der erst 15-jährige Sprinter bewies über 50 Meter Freistil seine enorme Grundschnelligkeit und schlug im Final nach 22,28 Sekunden als Zweiter an. Der gebürtige Belgier verbesserte dabei seine persönliche Bestzeit um über vier Zehntel und musste sich lediglich Thomas Hallock vom SC Uster-Wallisellen geschlagen geben. Verschooten ist aktuell der viertschnellste Junior in Europa (dazugehören alle unter 18-Jährigen); in seinem Jahrgang kann ihm kein Schwimmer auf dem Kontinent das Wasser reichen.

Vereinsbestmarken fallen

Die ausgezeichnete Form nutze Verschooten auch in den anderen Disziplinen, in den er an den Start ging. Vier weitere Top-Ten-Klassierungen standen am Ende zu Buche, allesamt mit neuem Vereinsrekord. Drei weitere Vereinsbestmarken steuerte Lucy Clifford in den Brustdisziplinen bei. Sowohl über 50 Meter wie auch über 100 Meter und 200 Meter qualifizierte sich die 18-Jährige für den B-Final und schwamm in den längeren Rennen in die Top Ten.

Die erst 14-jährige Selina Müller war im Vorlauf über 100 Meter Brust um einen Hauch schneller als Clifford und qualifizierte sich deshalb gerade noch für den A-Final der besten acht Schwimmerinnen. Ebenfalls unter die besten Acht kam Anina Bruhin über 800 Meter Freistil, auch sie ist erst 15-jährig. Abgesehen vom jungen Durchschnittsalter, überzeugten die Baarer Schwimmerinnen und Schwimmer mit einer sehr hohen Quote an Bestzeiten: In zwei von drei Rennen fiel im Schnitt ein persönlicher Rekord. Diese starke Teamleistung kommt für Tobias Gross nicht überraschend: «Die Erfolge haben wir uns erarbeitet und sind das Ergebnis von sehr professionellem Verhalten aller Schwimmer und einer tollen gegenseitigen Unterstützung während des ganzen Wettkampfs.» Die einzelnen Erfolge spiegeln sich am Ende auch in der Mannschaftspunktewertung, in welcher der SV Baar den elften Platz aller teilnehmenden Teams belegte. (bier)

Aktuelle Nachrichten