Schwingfest-Tickets gewonnen – für Walter Kälin ging ein Herzenswunsch in Erfüllung

Walter Kälin nahm am Online-Wettbewerb unserer Zeitung teil und gewann für sich und seinen Vater zwei Tickets fürs Schwingest in Zug.

Cornelia Bisch
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Er hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt und an über 50 Wettbewerben teilgenommen, um seinem Vater, einem ehemaligen Schwinger, den Besuch des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (Esaf) zu ermöglichen (Ausgabe vom 30. Juli). Schliesslich nahm Lehrer Walter Kälin am Leserwettbewerb der Luzern Zeitung und ihrer Regionalausgaben teil und gewann zwei Tickets.

Wie fühlen Sie sich am Ziel Ihrer Bemühungen?

Walter Kälin junior: Sehr gut. Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Das Ganze ist sehr speziell. Ich war total erstaunt über all die durchwegs positiven Reaktionen. Nach dem Bericht in der Zuger Zeitung ging richtig die Post ab.

Dank diesem Plakat hat Walter Kälin Tickets gewonnen. (Bild: PD)

Dank diesem Plakat hat Walter Kälin Tickets gewonnen. (Bild: PD)

Können Sie einige Beispiele beschreiben?

Es schrieben mir wildfremde Leute oder Freunde und ehemalige Schüler, von denen ich seit Jahren nichts mehr gehört hatte. Ich bekam Post aus Hong Kong und Tansania. Auf der Strasse fragte man mich, ob es inzwischen geklappt habe mit den Tickets. Es war grossartig.

Bekamen Sie auch Tickets angeboten?

Ja, insgesamt acht Stück von Bekannten und mir völlig fremden Leuten, die an die Zuger Zeitung geschrieben hatten. Unsere Geschichte sprach sie an, und sie wollten mich unterstützen. Das war wirklich ganz herzig.

Wie reagierte Ihr Vater auf den Gewinn?

Ich habe es ihm noch nicht mitgeteilt. Zuerst will ich die Tickets bei mir haben. Dann überrasche ich ihn damit. Er wird es nicht so zeigen, denn er ist sehr bescheiden und zurückhaltend, aber im Innern wird er sich sehr freuen. Da bin ich sicher. Mein Vater war der Schwingerszene immer sehr verbunden. Bis zum Alter von ungefähr 29 Jahren war er selbst aktiver Schwinger.

Werden Sie Ihren Vater ans Esaf begleiten?

Ja, wir werden das Fest gemeinsam geniessen. Ich freue mich sehr darauf.

Sind Sie selbst der Schwingerszene auch verbunden?

Nein, nicht sehr. Als Kind begleitete ich meinen Vater manchmal zu Kämpfen und zu Einsätzen als Kampfrichter. Am Ende des Tages durfte ich immer das Geld zählen.

Hatten Sie es sich so schwierig vorgestellt, zwei Tickets zu bekommen?

Nein, überhaupt nicht. Ich plante, einfach zwei zu kaufen. Ich realisierte nicht, dass die Verbände eine grosse Zahl an Tickets zugewiesen bekommen. Später erfuhr ich, dass auch der Kanton welche ausgeschrieben hatte. Das wusste ich nicht und verpasste diese Gelegenheit.