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Seapipe in Zug: Die erste Baustelle ist aufgelöst

Voraussichtlich im November sollen die grösseren Bauarbeiten zur Vorflutleitung abgeschlossen werden. Eine Baustelle konnte bereits aufgelöst werden. Auch bei der Umsetzung des Projekts Circulago geht’s voran.
Vanessa Varisco

Die Baustelle an der Ecke Gotthardstrasse-Industriestrasse zur «Entwässerung Nord Zug – Vorflutleitung Zugersee» ist aufgelöst. Terminlich seien die Bauarbeiten gut verlaufen, wie Stadtingenieur Jascha Hager auf Anfrage sagt. Auch das Budget sei an der Gotthardstrasse problemlos eingehalten worden. Vom ersten Absperren, über das Spunden – also Umschliessen der Baugrube – bis zur Wiederherstellung am Terrassenweg haben die Arbeiten rund ein Jahr beansprucht. Erfolgen werden noch Arbeiten für den Anschluss der Liegenschaft Gotthardstrasse 3 und des Metalli-Einkaufszentrums ans Circulago der WWZ.

Anfänglich habe es jedoch mehr Aufwand gegeben, als erwartet. «Es waren viele Werkleitungen zu verlegen. Jene waren nicht immer so verlegt, wie erwartet aufgrund der Plangrundlagen», so der Stadtingenieur. Darin bestünde die hauptsächliche Herausforderung – auch bei anderen Baustellen für die Vorflutleitung. «Deshalb sind wir jeweils sehr vorsichtig beim Graben in die Tiefe.» Einige Parkfelder mussten vorübergehend aufgehoben werden, weshalb es Ersatz zu organisieren galt.

UBS musste Sicherheitsmassnahmen anpassen

Während der Spundarbeiten musste die UBS ausserdem kurzzeitig ihre Sicherheitsmassnahmen anpassen, da die daraus resultierenden Erschütterungen einen Alarm ausgelöst haben. An jenen Tagen und Wochen, in denen die Spundwände eingetrieben wurden, beziehungsweise wieder herausgezogen, gab es teilweise auch Anrufe von Nachbarn. Doch weil vorgängig bereits darüber informiert wurde, habe dies keine grösseren Probleme dargestellt. «Insgesamt wurde unserer Baustelle viel Verständnis entgegengebracht», so Hager. Das läge vor allem daran, dass proaktiv kommuniziert worden sei. Zu diesem Zweck wurde an der Aabachstrasse eigens ein Infopavillon eingerichtet. Rund 1500 Leute haben in der bisherigen Bauzeit die Baustelle besucht. «Auch Verkehrsbehinderungen und Umleitungen sind unschön, aber nicht zu vermeiden», erklärt der Stadtingenieur. Verzögerung bei den Bauarbeiten der Vorflutleitung seien aber keine bekannt. «Uns ist klar, dass man als Passant schnell den Eindruck haben kann, dass auf der Baustelle nichts passiert, weil man von den Arbeiten im Untergrund wenig mitbekommt.»

Die Vorflutleitung Zugersee soll dereinst als Hauptschlagader der Stadtentwässerung dienen. Getrennt vom Abwasser wird das unverschmutzte Regenwasser aus dem Gebiet Zug Nord in den Zugersee geleitet und mündet 100 Meter vom Ufer entfernt in den Seegrund. Gebaut wurde mit dem Mikrotunneling-Verfahren. Dazu wird eine ähnliche, aber kleinere Tunnelbohrmaschine benutzt wie die beim Bau des Gotthard-Basistunnels. Die Methode ist schneller und deutlich leiser als andere Verfahren.

Rohreinzug von Circulago noch im Gang

Gleichzeitig sind die Bauarbeiten der Vorflutleitung Startschuss für das Circulago-Projekt der WWZ. Damit sollen Zug und Baar Süd künftig CO2-neutral mit Kälte und Wärme aus dem Zugersee versorgt werden. Die Rohre dieser Hauptleitungen werden parallel zur Vorflutleitung erstellt oder bestehende Abschnitte mitgenutzt. «Da die Projekte parallel laufen, konnten wir noch keine Baustellen der Vorflutleitung auflösen. Zurzeit ist der Rohreinzug von Circulago noch im Gang und der Innenausbau der Schächte wird gemacht», erklärt Jascha Hager. Ab Februar 2019 soll die Vorflutleitung voraussichtlich in Betrieb genommen werden.

Die gemeinsame Nutzung gewisser Abschnitte von WWZ und der Stadt Zug funktioniert. «Die Zusammenarbeit mit der Stadt Zug läuft sehr gut und äusserst lösungsorientiert», erklärt Andreas Fürling, Leiter Marketing der WWZ. Auch sonst würden die Bauarbeiten des Circulago gut voranschreiten, sowohl die Bauarbeiten bei der Seewasserzentrale, als auch der Rohreinzug. Der Abschluss des Einzugs erfolgt laut Fürling in den nächsten Tagen ohne Verzögerung. Verkehrsteilnehmer hätten wegen der Bauarbeiten nicht mit längeren Wartezeiten zu rechnen, lediglich bei den Zwischen-Schachtbauten in der Industriestrasse brauche es kurzzeitig eine Signalanlage.

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