Sechs Plätze und 17 Kandidaten bei den Kantonsratswahlen in Unterägeri

Die Sitze im Zuger Kantonsrat scheinen begehrt zu sein. 17 Kandidaten wollen sich künftig für die Gemeinde im Ägerital einsetzen. Spannend wird vor allem, ob die SVP ihre beiden Sitze behalten kann – oder die CVP und FDP doch wieder aufholen.

Carmen Rogenmoser
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Sechs Sitze im 80-köpfigen Kantonsrat werden durch Unterägerer besetzt, vier bisherige Kandidaten stellen sich zur Wahl, 17 Kandidaten wollen die Gemeinde künftig in Zug vertreten: So präsentiert sich die Auswahl für die Unterägerer Wähler. Zu den bisherigen Kantonsräten gehören Ralph Ryser und Thomas Werner, beide von der SVP, Mariann Hess von den Alternativen – die Grünen und Beat Iten von der SP – zwei rechte und zwei linke Politiker also. Die breit abgestützten Mitteparteien können hingegen nicht auf Bisherige zählen.

Von der CVP tritt Iris Hess-Brauer nicht mehr an, bei der FDP stellt sich Gabriela Ingold der Wahl kein weiteres Mal. Damit haben sich auch gleich zwei Frauen aus dem Rat verabschiedet.

Sieben nominierte Frauen

Die Nachfolgerinnen stehen allerdings bereits in den Startlöchern. Sowohl die FDP wie auch die CVP treten mit je drei Kandidaten, davon je eine Frau an: Sussi Hodel, Markus Spörri und Vincenzo Tommasino für die FDP und Cathrin Iten-Iten, Matthias Buzzi und Fabio Iten für die CVP. Die SVP, als einzige Partei, die bisher bereits zwei Kantonsräte nach Zug schicken konnte, präsentiert als dritte Kandidatin mit Esther Monney-Rogenmoser ebenfalls eine Frau.

Mariann Hess, sie ist seit 2014 im Kantonsrat, wird von Cornelia Mayinger, Debora Iten-Kast und Susanne Meijer unterstützt. Bei den Grünen sucht man männliche Vertreter vergebens. Auf die linke Seite gesellen sich zudem der bisherige Beat Iten und Alain Styger (beide SP), der neu ebenfalls in den Kantonsrat möchte. Ergänzt wird das Kandidatenverzeichnis durch Raphael Weiss und Klemens Iten von der GLP.

CVP und FDP büssten Sitze ein

Die gegenwärtige Machtverteilung – zwei Sitze für die SVP, je einer für FDP, CVP, SP und ALG – ist ein Resultat der letzten Gesamterneuerungswahlen im Herbst 2014. Zuvor waren CVP und FDP mit je zwei Sitzen vertreten, die SP und SVP mit je einem. Ralph Ryser konnte damals einen zweiten Sitz für die SVP ergattern. Dank Pukelsheim-Unterstützung holte sich Mariann Hess damals ihren Platz. Iris Hess-Brauer hingegen holte sich den Sitz für die CVP und verdrängte Parteikollegen Franz-Peter Iten als Kantonsrat. Spannend wird es am 7. Oktober in Unterägeri auf jeden Fall. Es scheint, als sei vieles offen: Ob und wie sich die Machtverhältnisse dieses Mal verschieben, wird sich zeigen.

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