Kolumne

«Seitenblick»: «Freiruum» für Zuger

Redaktorin Laura Sibold über ihr temporäres neues Wohnzimmer, das sie sich zudem mit zig anderen teilt.

Laura Sibold
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Laura Sibold

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Ich habe ein neues Wohnzimmer und mit mir Tausende Zugerinnen und Zuger: Auf 7600 Quadratmetern können wir uns seit Sommer 2019 verpflegen, verabreden, trainieren oder einfach verweilen. Der «Freiruum» in der Shedhalle auf dem LG-Areal hat in Zug einen Nerv getroffen, denn es ist ein Angebot, das es so in der Stadt bisher nicht gab. Es ist ein Ort zum Geniessen, ein Ort der Begegnung, wo sich Zug trifft – vom Stadtrat über die Geschäftsfrau mit Kindern bis hin zum Handwerker.

Um die 2000 Menschen besuchen den «Freiruum» laut Betriebsleiter im Schnitt täglich – ein Erfolg, mit dem die Entwickler bei weitem nicht gerechnet haben. Allein im ersten halben Jahr wurden 360000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Das Konzept mit Food-Ständen, Kochatelier, Coworking-Space, Eventhalle sowie einem Sportbereich mit Boulderhalle, Trampolin- und Parkourzone kommt an. Auch bei mir: Gerne verabrede ich mich zum Mittagessen oder auf ein Feierabendbier, decke mich im Kraftmarkt mit Produkten ein oder übe ein einst heiss geliebtes Hobby – Bouldern – wieder einmal aus.

Bis Ende 2022 soll die Zwischennutzung «Freiruum» bestehen bleiben – danach ist auf dem Areal eine Mix­nutzung mit Wohnungen, Gewerbe und Freizeitangeboten angedacht. Dann werden ich und viele andere Zugerinnen und Zuger ihr zweites Wohnzimmer wohl oder übel wieder aufgeben müssen – oder sich ein neues schaffen.