Kolumne

«Seitenblick»: Herzschmerz und noch mehr

Marco Morosoli sinniert darüber, was ihm gut tut.

Marco Morosoli
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Marco Morosoli

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Was ich an den uns heute zur Verfügung stehenden Internetwerkzeugen genial finde: Dank dem Google-Übersetzer sind zum Beispiel auf Youtube auch Filme oder Serien geniessbar, die in einer Sprache gedreht worden sind, welcher ich nicht mächtig bin. Die Übersetzungen mögen ein wenig holpern, aber sei’s drum.

Praktisch als Beifang bekomme ich Hinweise auf Themen, die mich auch sehr interessieren: Geschichte und alles rund um die Bahn. Viele mögen sich fragen, was es bringt, eine Führerstandsfahrt von Brunnen nach Bellinzona anzusehen. Sagenhaft schöne Landschaften, statt virtueller Bildersalat, der bei vielen Computerspielen vorherrscht.

Es finden sich auf der Bilderbank auch allerlei Geschichtsthemen. In acht Minuten bekommt der Interessierte einen Überblick über den Siebenjährigen Krieg in Nordamerika (1756–1753) in dem Frankreich grosse Gebiete in Nordamerika an die Briten verloren hat. Hätte dieser Krieg nicht stattgefunden – die USA würden Etats-Unis heissen.

Es finden sich auf der vorerwähnten Plattform aber auch viele Kurzdokumentationen über deutsche Geheimwaffen aus dem Zweiten Weltkrieg. Neulich habe ich viel Neues über den Untergang der «Empress of Ireland» am 29. Mai 1914 im St.Lawrence River in Kanada erfahren. Diese Katastrophe ist mehrheitlich vergessen, während der Untergang der Titanic immer noch viele Menschen bewegt.

Das Problem des vorerwähnten bildhaften Genusses: der Zeitfaktor. Diesen habe ich noch nicht so im Griff. Aber das empfinde ich allenthalben als nicht so schlimm. Die Hauptsache ist, wie ich mich dabei fühle. Die Antwort ist einfach: sehr gut. Tue dir Gutes. Was das ist, das bestimmst du selbst. Nur du.