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Was kochen wir heute?

Langeweile wegen Corona? Auch auf dem Speiseplan? Das muss nicht sein.

Rahel Hug
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Rahel Hug

Rahel Hug

Ich liebe es zu kochen. In Kochbüchern schmökern, Foodblogs durchstöbern, Neues ausprobieren, Rezepte perfektionieren, dabei auch mal scheitern, es erneut probieren – das alles macht mir unglaublich Spass.

Essen ist etwas vom Schönsten auf der Welt, und wenn die Mahlzeit selber mit viel Hingabe zubereitet wird, schmeckt sie meistens noch besser. Doch wie so manches hat es Corona geschafft, auch meine Freude am Kochen auf den Kopf zu stellen.

Warum? Weil uns zu Hause langsam die Ideen ausgehen. Wenn man nicht mehr auswärts dinieren kann, selten bis nie zum Znacht einlädt oder eingeladen wird und dazu noch in einem Dorf wohnt, in dem die Lieferdienste keine grosse Auswahl bieten, ist Abend für Abend selber rüsten, braten und garen angesagt.

Die Frage «Was kochen wir heute» wird damit zur mühsamen Begleiterin im Alltag. Gemüsewähe: Schon in allen Variationen ausprobiert. Pasta: Geht immer, aber das Saucen-Repertoire ist auch nicht endlos. Gschwellti mit Spiegelei: Währschaft, aber irgendwie auch etwas langweilig.

Um unserem «Problem» zu begegnen, haben wir kürzlich eine Liste am Kühlschrank aufgehängt, auf der wir Menu-Ideen auflisten. Jedes einmal erfolgreich gekochte und für gut befundene Gericht kann hier verewigt werden. Die Aufzählung ist schnell gezückt und kann bei einem kreativen Tiefflug den dringend benötigten Anstoss geben.

Unsere Liste zählt bereits um die 30 Vorschläge – für Abwechslung ist also gesorgt. Sollten Sie mit den gleichen Sörgeli wie ich kämpfen, kann ich dieses Vorgehen nur empfehlen. Es hilft gegen die fehlende Fantasie in der Küche und den Einheitsbrei auf dem Teller.