Sekundar- und Realschule bleiben getrennt

Im Kanton Zug werden die Real- und Sekundarschulen in ihrer heutigen Form weitergeführt. Gleichzeitig lässt der Bildungsrat ein Konzept erarbeiten, das sowohl die Ausgestaltung des 9. Schuljahres in separativer als auch in integrativer Form erlaubt.

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Schülerinnen der Sekundarschule im Schulhaus Loreto in Zug. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Schülerinnen der Sekundarschule im Schulhaus Loreto in Zug. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Bisher wurden im Kanton Zug die Sekundar- und Realschulen getrennt (separativ) geführt. Wie die Direktion für Bildung und Kultiur am Freitag mitteilte, hat sich der Bildungsrat für die Beibehaltung des heutigen Systems entschieden. Er folgt damit nicht entsprechenden Entwicklungen anderer Kantone, die die beiden Schularten zu einer einzigen, integrativen Oberstufe zusammenführten.

Berufsvorbereitung gezielt fördern

Der Bildungsrat beauftragte gleichzeitig das Amt für gemeindliche Schulen, bis Ende Juni 2012 ein Konzept auszuarbeiten. Es soll die Grundlage geschaffen werden, dass sich die Schüler im 9. Schuljahr gezielt auf ihr bevorzugtes Berufsprofil vorbereiten und aufgedeckte Wissenslücken schliessen können. Damit soll die Motivation zum Lernen in der letzten Schulklasse gefördert werden.

Um auch den Bedürfnissen vor Ort gerecht werden zu können, soll die Ausgestaltung des 9. Schuljahres sowohl in der herkömmlichen separativen als auch in der neuen integrativen Art erfolgen können. Damit erfüllt der Bildungsrat einen Wunsch des Gewerbes und der Wirtschaft nach einer verbesserten Gestaltung des 9. Schuljahres.

pd/zim