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SERIE: Bald geht es an die Öffentlichkeit

Seit rund einem halben Jahr läuft die Kampagne «Alter hat Potenzial». Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz und freuen sich auf den nächsten grossen Schritt.
Samantha Taylor
Diese beiden Plakate der Kampagne werden ab Anfang Oktober im Kanton zu sehen sein. (Bild: PD)

Diese beiden Plakate der Kampagne werden ab Anfang Oktober im Kanton zu sehen sein. (Bild: PD)

«Alter hat Potenzial», davon ist der Kanton Zug überzeugt, und deshalb hat er Anfang dieses Jahres auch die gleichnamige direktionsübergreifende Kampagne lanciert. Das Ziel ist, in aller Kürze zusammengefasst, die Korrektur des Altersbildes, ganz generell aber auch in Bezug auf ältere Arbeitnehmer. Die Herausforderungen der immer älter werdenden Gesellschaft sollen proaktiv angegangen und das brachliegende Potenzial der älteren Bevölkerung insgesamt besser genutzt werden. Bereits im Frühling haben die Verantwortlichen rund um Urs Brütsch, Leiter des Amts für Berufsberatung, bei dem der Lead liegt, ihre Arbeit aufgenommen. Bis heute wurde zum Thema Fachreferate im Rahmen eines halböffentlichen Podiums gehalten. Ausserdem hat sich eine sogenannte Spurgruppe gebildet, die aus Experten, Personen aus der Wirtschaft sowie Vertretern von Verbänden und Vereinen aus dem Bereich der Freiwilligenarbeit besteht. Die Gruppe hat bisher bereits zweimal getagt – einmal zu Beginn der Kampagne und ein zweites Mal nach einem sogenannten Round-Table-Gespräch gemeinsam mit Arbeitnehmern, um die Erkenntnisse zu verarbeiten und daraus Ziele und Schwerpunkte zu formulieren. An einem zweiten Round Table Mitte September wird ausserdem das Thema der Freiwilligenarbeit diskutiert.

Und dann steht ein nächster, für Urs Brütsch ganz wesentlicher Schritt an. «Jetzt gehen wir an die Öffentlichkeit», erklärt der Amtsleiter. So werden ab Anfang Oktober im ganzen Kanton die Plakate aus der Kampagne zu sehen sein. Am 25. Oktober wird dann ein öffentliches Forum zum Thema stattfinden.

Interessante Erkenntnisse

«Wir freuen uns sehr auf diesen nächsten Schritt», sagt Urs Brütsch. Denn jetzt werde der effektive Diskurs mit der Bevölkerung gestartet. Ziel dabei sei einerseits, dass Betroffene angesprochen würden. Allerdings soll dieser Diskurs nicht nur unter den «Älteren» geführt werden. «Wichtig und auch Sinn der Kampagne ist es, dass wir alle Generationen ansprechen und zu Gesprächen anregen», sagt Brütsch. Für die Macher der Kampagne hat diese Tatsache während des ersten halben Jahres und mit den ersten Erkenntnissen aus der Spurgruppe noch mehr an Bedeutung gewonnen. So habe als zentraler Punkt aus diesen Treffen die Teamkonstellation resultiert. «Dabei geht es um die Zusammensetzung eines Teams und ganz konkret um die Situation jüngerer Chefs älterer Arbeitnehmer», führt Brütsch aus. Sowohl von Arbeitnehmer- wie auch von Arbeitgeberseite sei darauf aufmerksam gemacht worden, dass dies ein Problem sei. «Es gibt viele Arbeitnehmer, die mit zunehmendem Alter gerne einen Schritt zurück machen. Häufig wird ihnen das von der Arbeitgeberseite jedoch nicht abgenommen», erklärt Brütsch weiter. Auf der anderen Seite gebe es jedoch auch bei Arbeitnehmern Punkte, an denen im Bereich der Kommunikation viel gemacht werden könne, wie die Ergebnisse aus den Sitzungen der Spurgruppen zeigen würden. «Gerade ältere Arbeitnehmer müssen lernen, sich zu verkaufen. Denn oft fallen sie mit ihren Lebensläufen bei Suchmaschinen und Bewerbungstools einfach durch, weil sie nicht die richtigen Stichworte liefern», erklärt Brütsch.

Informieren und sensibilisieren

Mit dem nächsten Schritt der Kampagne und dem Gang an die Öffentlichkeit soll laut Brütsch genau auf solche Dinge hingewiesen werden. «Es geht jetzt darum, die Öffentlichkeit zu informieren, aber vor allem auch zu sensibilisieren, damit wir unser Ziel am Ende auch wirklich erreichen. Dass dies ein sehr hochgestecktes Ziel ist, das nicht einfach zu erreichen sein wird, ist dem Amtsleiter bewusst. «Das jetzt ist die kritische Phase, aber wir hoffen, dass wir einerseits mit den Plakaten ansprechen und anregen können», sagt Brütsch und ergänzt: «Ich bin auf der anderen Seite davon überzeugt, dass uns die Zeit in die Hände spielt.» Damit spricht er die aktuellen Diskussionen rund um die Themen Altersreform, Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung an. Brütsch: «Wir hoffen sehr, dass wir die Leute damit bewegen können. Denn am Ende betrifft das Thema uns alle.»

Samantha Taylor

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