SERVICE PUBLIC: Drei Zuger Poststellen droht das Aus

Der Abbau von Poststellen macht auch vor dem Kanton Zug nicht Halt: Von den heute bestehenden elf Poststellen droht dreien das Aus. Von der Post «überprüft» werden Menzingen, Oberägeri und der Standort Zug 1 am Postplatz.

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Postplatz in Zug mit dem Hauptpost-Gebäude. (Bild: Stefan Kaiser / ZZ)

Postplatz in Zug mit dem Hauptpost-Gebäude. (Bild: Stefan Kaiser / ZZ)

Überprüfen bedeutet, dass die Post zusammen mit den betroffenen Gemeinden nach einer neuen Lösung sucht. Ersatzlose Schliessungen will die Post wenn immer möglich vermeiden. Stattdessen sollen die Standorte in Post-Agenturen umgewandelt werden.

Wie die Post am Mittwoch mitteilte, bleiben die anderen acht Zuger Poststellen dafür bis mindestens 2020 bestehen. Es sind dies die Standorte Baar, Cham 1, Hünenberg, Rotkreuz, Steinhausen, Unterägeri, Zug Laubenhof und Zug 3 Herti.

Gleichzeitig will die Post im Kanton Zug zwölf weitere Zugangsmöglichkeiten einrichten. Möglich sind etwa Aufgabe- und Abholstellen oder «My Post 24»-Automaten.

Syndicom protestiert

Die Gewerkschaft Syndicom reagiert empört auf die Abbaupläne. Es werde Profitoptimierung auf Kosten des Service public und der Bevölkerung betrieben. Wie die Post dabei Kündigungen verhindern wolle, bleibe schleierhaft.

Die von der Post vorgeschlagenen, alternativen Zugangsmöglichkeiten seien zudem keine echten Alternativen, weil sie jeweils nur einen einzigen oder ganz wenige Services anbieten würden.

(sda)