Sibylle Scherer bleibt dem LK Zug nun doch erhalten

Am 6. April beginnt für die Handballerinnen die Vorbereitung auf die kommende Saison. Mit dabei sind auch drei Neuzugänge – und überraschend auch die mehrfache Toptorschützin der Liga.

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Sibylle Scherer (im Abschluss) hängt noch eine Saison an.


Sibylle Scherer (im Abschluss) hängt noch eine Saison an.

Bild: Matthias Jurt (Zug, 19.Januar 2020)

(bier) Mit dem Abbruch der Saison 2019/20 hätte eigentlich auch die Karriere der mehrfachen Zuger und Ligatopskorerin Sibylle Scherer abrupt geendet. Nun gibt der Verein bekannt, dass die 28-jährige Führungsspielerin sich dazu entschlossen hat, eine Saison anzuhängen. 

Aus der zweiten Mannschaft des LK Zug wurde zudem Kreisläuferin Harpa Rut Jonsdottir in den Kader des Zuger SPL1-Teams befördert. Mit Anezka Zuzanek (26) vom Deutschen Oberligisten Zweibrücken und Desirée Ligue (19) von Ligakonkurrent GC Amicitia wird der LKZ nach den Abgängen von Laura Innes (Rücktritt) und Sunna Pettursdottir (studiumsbedingt zurück nach Island) wiederum über ein Trio im Tor verfügen.

Erfahrung aus Deutschland

Die 1,82 Meter grosse Zuzanek ist die erfahrenste der drei. Sie kennt Zug bereits von einer Teilnahme mit der tschechischen U18 Nationalmannschaft am Master Cup, schreibt der LKZ weiter. Zuzanek spielte zuerst für den Spitzenklub Olmütz in Tschechien, ehe sie zur SG 09 Kirchhof in die 3. Bundesliga nach Deutschland wechselte. «Dort trug sie massgeblich dazu bei, dass Kirchhof den Aufstieg in die 2. Bundesliga realisieren konnte.»

Eine Rückenverletzung, die zwei Operationen erforderte, warf Zuzanek dann sportlich etwas zurück. Anschliessend spielte sie für den 3. Bundesligisten HSG Osterode/Harz und in der Saison 18/19 zuerst in der Oberliga beim VfL Wolfsburg, ehe sie ab Januar 2019 für den HSC Kreuzlingen im Tor stand und den Aufstieg in die SPL1 realisierte. In der kürzlich abgebrochenen Saison 19/20 war Zuzanek für den deutschen Oberligisten SV 64 Zweibrücken ein sicherer Rückhalt.

Der zweite Neuzugang im Tor der Zugerinnen ist mit Desirée Ligue eine weitere Schweizer Nachwuchshoffnung. Die 19-jährige Zürcherin spielte die vergangenen Saisons bereits für GC Amicitia Zürich in der SPL1 und zeigte beispielsweise beim Gastspiel in Zug letzten Herbst mit 13 Paraden ihr Können. Zusammen mit ihrer neuen Teamkameradin Jennifer Abt hütete Ligue auch das Tor der Nachwuchs Nationalmannschaft der Schweiz. Zusammen waren sie massgeblich am 1. Platz an der vergangenen B-EM der Schweizer U20-Nationalteam beteiligt, heisst es in besagter Mitteilung.

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