SICHERHEIT: Bald wird Littering vermehrt kontrolliert

In der Stadt Zug werden schon bald weniger private Sicherheitsleute und mehr Sicherheitsassistenten unterwegs sein, und der Stadtrat macht ein Versprechen.

Charly Keiser
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Sicherheitsassistenten der Zuger Polizei patrouillieren beim Bahnhof Zug. (Archivbild Stefan Kaiser)

Sicherheitsassistenten der Zuger Polizei patrouillieren beim Bahnhof Zug. (Archivbild Stefan Kaiser)

Ohne Debatte trat der Rat gestern Nachmittag auf die Vorlage zu den Sicherheitsassistenten ein. Mit 7 zu 0 Stimmen empfehle die Geschäftsprüfungskommission (GPK) sowohl auf das Geschäft einzutreten als auch diesem zuzustimmen, warb deren Präsident Philip C. Brunner für das Ansinnen.

Auch die FDP-Fraktion unterstütze den Antrag des Stadtrats, doppelte Roman Burkard im Namen seiner Partei nach. «Wir erwarten jedoch, dass die Sicherheitsassistenten sehr bewusst und nur falls nötig bestellt und eingesetzt werden», sagte er. Konkret für die Überwachung des öffentlichen Raumes und und dass sich die Bürger noch sicherere fühlen würden. «Was wir jedoch nicht wollen, ist, dass die Sicherheitsassistenten zu Geldeintreiberassistenten werden und beispielsweise Parkbussen verteilen. Parkbussen haben nichts mit der Verbesserung der Sicherheit zu tun und gehören deshalb auch nicht in deren Aufgabenbereich.»

Einsätze am See

Auch die SVP unterstütze das Anliegen, mehr Sicherheitsassistenten statt private Sicherheitsleute und damit mehr Kompetenz zu bekommen, sagte Beat Bühlmann. Und Rupan Sivaganesan begann sein Votum so: «Die SP wird der Vorlage geschlossen zustimmen und begrüsst den vermehrten Einsatz von Sicherheitsassistenten.» Sie würden von der Polizei über mehrere Monate hinweg gezielt für ihren Aufgabenbereich ausgebildet. Wie Polizisten seien sie zudem vereidigt und würden gleichermassen Uniformen tragen. «Sicherheitsassistenten können Personenkontrollen durchführen, Ausweise verlangen und im Gegensatz zu den privaten Securitas problemlos mit der Polizei kooperieren und Daten austauschen», so Sivaganesan. Die SP sei deshalb der Meinung, dass das Gewaltmonopol des Staats gewahrt bleiben müsse und nicht privatisiert werden dürfe.

Die CVP unterstütze das Ansinnen des Stadtrates ebenfalls, sagte Martin Eisenring und gab zu bedenken: «Wir wollen zwar nicht, dass die Assistenten auf Bussentour gehen, aber immerhin würden diese Bussgelder in die Stadt- und nicht in die Kantonskasse fliessen. Anders, als wenn die Zuger Polizei die Bussen verteilt.» Die Sicherheitsassistenten seien nicht da, um mehr Bussen bei den Autofahrern zu holen, versprach Stadtrat Urs Raschle und präzisierte: «Sondern sie sollen vermehrt beim Littering am See eingesetzt werden.» Mit 32 Stimmen sagte der Grosse Gemeinderat schliesslich Ja zur Vorlage des Stadtrates.

Charly Keiser