Sicherheit im Lager: Eine Gratwanderung

Bald fahren wieder Tausende Kinder und Jugendliche ins Sommerlager. Nach dem tödlichen Unfall in Zürich sind auch die Leiter der Zentralschweizer Jugend-Organisationen mehr denn je gefordert.

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Alexander Pfister, Jérome Ghilardi und Marcel Büttikofer (v.l.n.r)  von der Pfadi Cham-Steinhausen «Winkelried» sitzen auf ihrem Pfadi-Turm im Bundeslager 2008. (Bild: Fabienne Arnet / Neue ZZ)

Alexander Pfister, Jérome Ghilardi und Marcel Büttikofer (v.l.n.r) von der Pfadi Cham-Steinhausen «Winkelried» sitzen auf ihrem Pfadi-Turm im Bundeslager 2008. (Bild: Fabienne Arnet / Neue ZZ)

In einem Pfingstlager im zürcherischen Oetwil starb vor zwei Wochen ein achtjähriges Mädchen, als es an einer von der Lagerleitung gebauten Seilbahn 40 Meter in die Tiefe raste und dann ungebremst in einen Baum prallte. Bei ihr hatte der Bremsmechanismus versagt.

In den Sommerferien werden in der Zentralschweiz wieder Zehntausende Kinder und Jugendliche in Sport-, Schul- und Abenteuerlager verreisen. Allein im Kanton Zug finden rund 60 Ferienlager statt. Mehr denn je stehen die Lagerleiter nun im Fokus.

«Über die letzten Jahre gesehen ist eine gewisse Tendenz festzustellen, dass die Lagerverantwortlichen ihren Teilnehmern immer aussergewöhnlichere Dinge bieten möchten», sagt Peter Bärtschi, zuständig für Jugend+Sport (J+S) beim Luzerner Bildungs- und Kulturdepartement.

Doch Cordula Ventura, Leiterin des Zuger Sportamts, sagt: «Die Richtlinien von J+S sind ziemlich streng, Konkurrenz findet in einem engen Rahmen statt.» Bei fast allen Ferienlagern handelt es sich heute um sogenannte J+S-Lager. So auch beim Zürcher Cevi-Lager. Schon seit Jahren muss jedes dieser Lager im Vorfeld sein komplettes Programm von einem J+S-Experten begutachten und absegnen lassen. Die Seilbahn erachtete offenbar niemand als zu riskant.



Pascal Imbach und Stephanie Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.